30 März 2008

Ein Frühlingslauf

Letzte Woche bin ich noch im Schnee gelaufen, heute war wieder richtig Frühling. So wie viele andere hat es uns in die Natur getrieben. Allerdings war unser Sonntagsspaziergang ein langer, langsamer Lauf über fast 17 Kilometer. Kein Matsch auf den Wegen, Sonne pur, kurze Hose und Laufshirt - Läufer was willst du mehr. Wobei der Körper schon ein bisschen zu tun hatte von 2° und Schnee auf 18° und Sonne umzuschalten.
Am Freitag habe ich einen 60-Minuten-Lauf gemacht, also 30 Minuten laufen und dann umdrehen. War ganz interessant wie weit man da kommt. Allerdings ist das bei uns gar nicht so einfach. Das erste Viertel der Strecke ging es bergauf, also bin ich sehr langsam gelaufen. Am Rückweg, bergab dann, kann man doch deutlich schneller laufen, so dass ich schon 3 Minuten vor Ende der 60 Minuten am "Ziel" war. Also sind noch ein paar weitere Meter dazu gekommen. Werde ich jetzt öfter machen. Und es sollte im Laufe der Zeit die Strecke dabei immer länger werden. Naja, schau mer Mal.

26 März 2008

Es schneit und schneit und schneit...





Es schneit immer noch und unaufhörlich - zum Glück bleibt es auf der Straße nicht liegen. Faszinierend ist, dass ich keine Lust verspüre zu laufen. 92 Wettkampfkilometer sind sichtlich doch nicht ohne. Eigentlich will ich morgen wieder laufen. Schau mer mal, ob ich mich aufraffen kann. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm.

23 März 2008

Ein Winterlauf - an Ostern

Acht Tage nach dem 6-Stunden Lauf bin ich wieder gelaufen. Habe mich gut von dem Lauf erholt und mir tut nichts mehr weh. Auch beim Laufen hatte ich keinerlei Beschwerden und es lief (sich) gut.
Heute ist Ostersonntag. Aber es schaut eher nach Weihnachten aus. Zumindest habe ich heute einen richtigen Winter-Schneelauf gemacht. Der Schnee ist allerdings sehr nass und auf den Wegen bleibt er auch nicht liegen, denn teilweise schneit es bei 6,5 °. Aber es liegt zumindest soviel Schnee, dass die Wiesen komplett weiß sind; kein Grashalm ist zu erkennen.
Und so wie ich im "Winter" Läufe in kurzer Hose gemacht habe, so habe ich eben heute im "Frühling" dann doch noch meinen Schneelauf gemacht.

16 März 2008

6 Stunden - 50 Kilometer - Ich bin ein Ultra

Ein herrlicher Tag zum Laufen. Die Sonne scheint, es ist warm. Es herrscht gute Stimmung und ich bin guter Dinge. Startschuss, und los geht's. Ich lasse es ruhig angehen, sechs Stunden sind lang. Zehn Kilometer habe ich nach einer Stunde, alles klar, keine Schmerzen, ganz wichtig. Beim Halbmarathon (14 Runden) geht es mir auch noch gut, die Beine sind nicht schwer, das Knie tut nicht weh, Kondition passt sowieso. Nur irgendwann macht der Kopf nicht mehr mit. Das Einzige, das hilft, ist zwischen Gehen und Laufen abzuwechseln. Bei Kilometer 33 bin ich so weit, dass ich hoffe, wenigstens den Marathon zu schaffen - naja auch ein Ziel!! Hauptsache man ist sechs Stunden unterwegs. Bei Kilometer 39 bekomme ich auf einmal einen Stich im Knie, dass ich glaube, keinen Meter mehr laufen zu können. Gehen geht. Die Laufintervalle werden immer kürzer. Obwohl mir mein Rundenzähler immer sagt, bei welchem Kilometer ich bin, habe ich keine Ahnung, wann ich den Marathon habe. Ich beschließe nach dem Erreichen des Marathons nur noch zu gehen. Nach 5 (!) Stunden endlich bin ich beim Marathon. Das verleiht mir die zweite Luft. Schmerzen?? Wie weggeblasen. Ich kann wieder laufen und wie. Am Anfang lief ich Rundenzeiten von 10 Minuten, zwischendurch hab ich für die 1522 m 15 Minuten gebraucht, und die letzte Stunde hatte ich wieder einen 10er Schnitt. Die 50 Kilometer hatte ich allerdings schon abgeschrieben, dieses Mal halt nicht, Hauptsache bis zum Ende laufen, gemäß dem olympischen Gedanken: Dabei sein ist alles. Nach 5:25 Stunden dann: "Kerstin, noch zwei Runden, dann bekommst du die Fahne!" Das war ein Ansporn. 15 Minuten vor Schluss habe ich die 50 km Runde in Angriff genommen, megastolz auf mich, dass ich die Ultramarke doch noch schaffe. In 9:45 Minuten bin ich sie geflitzt und habe die Glückwünsche unterwegs mit breitem Grinsen in Empfang genommen.
Und noch was: Peter lief nach dem Halbmarathon etwas schneller als ich, war immer eine halbe Runde vor mir. Aber 100 m vor der 50 Kilometer Marke habe ich ihn wieder eingeholt. Hand in Hand liefen wir dann die letzten 5 Minuten. Zusammen begonnen, zusammen gefinisht, zusammen stolz.
Denn eines muss ich ganz klar sagen: den Marathon von vor 14 Tagen habe ich doch ganz schön gespürt.

14 März 2008

Nicht mal mehr 24 Stunden

Morgen ist es soweit. Ich starte beim 6-Stunden-Lauf in Nürnberg. Seit dem Marathon in Antalya bin nur einmal gelaufen. Das war am Montag und es war ein schöner Lauf. Ein bisschen Auslaufen nach dem Marathon und ein bisschen Einlaufen für den 6-Stunden-Lauf.
Eigentlich darf ich mit dem Ergebnis in Antalya gar nicht so unzufrieden sein. Und endlich kann ich dem Lauf auch was Positives abgewinnen: Es waren ca. 450 Starter, davon haben 90 nicht gefinisht und immerhin habe ich noch 54 Läufer hinter mir gelassen. Denn in erster Linie war der Lauf ja als langer Trainingslauf für morgen gedacht. Aber der Ehrgeiz halt...
Morgen werde ich sehen, was dass Nicht-Laufen gebracht hat. Ich muss aber zugeben, dass ich mich heute richtig gut fühle. Die letzten Tage war ich immer noch ein bisschen müde und hatte keine Lust zu laufen. Aber auf morgen freue ich mich wirklich.
So keep on Running!!


09 März 2008

Regeneration

Jetzt ist der Runtalya schon eine wieder eine Woche her. Und zum ersten Mal nach einem Marathon verspüre ich noch immer keine Lust, wieder zu laufen. Nun gut, in sechs Tagen starte ich beim 6-Stunden-Lauf in Nürnberg. Da muss ich jetzt auch vorher nicht noch Kilometer runterspulen. Lieber noch ein bißchen regenerieren. Letztes Jahr bin ich dort nicht ganz 55 Km gelaufen und hoffe, dass ich diese Jahr die 55 (oder mehr) vor dem Komma habe. Diese Jahr sind die mir bekannten Extremläufer Achim Heukemes, Bernhard Nuss und Robert Wimmer (wieder) mit dabei. Mit Sicherheit sind noch mehr Ultraläufer dabei, deren Namen mir aber eben noch nichts sagen.


Diese Bild entstand im letzten Jahr, als wir stolz unsere 50 Km-Fahne mit auf die Runde nahmen.

03 März 2008

Der Lauf

Der Start um 8 Uhr, die Kühle noch ausnutzen. Es hatte aber auch schon um diese Zeit 13°C. Dabei hatten wir Glück, denn der Himmel war wolkenverhangen. Die Sonne kam nur kurz nach dem Start durch und da liefen wir noch durch die Häuserschluchten von Antalya. Bis Kilometer 10 war ich recht gut unterwegs, soll heißen, ich lief meinen normalen Marathonkilometerschnitt. Und war zufrieden. Bei Kilometer 15 verspürte ich Schmerzen im Knie. Die waren aber noch so, dass man sie ignorieren konnte. Einen Kilometer später kamen schwere Oberschenkel dazu. Bei der Km 19 war ich fast soweit aufzugeben. Und wäre ich allein gelaufen, ich hätte es gemacht. Zum Glück hatte Peter von Anfang an gesagt, er läuft mit mir. Der Wendepunkt bei Kilometer 21,1 wollte und wollte nicht kommen. Der Weg zurück war eine einzige Qual. Aber irgendwie habe ich es dann doch noch geschafft. Ich habe es bis ins Ziel geschafft. Die Zeit: Naja, aber wenn die Beine nicht so wollen wie der Kopf geht halt nicht mehr. Und trotz allem habe ich ein paar hinter mir gelassen und den Besenwagen nicht gebraucht. Hier auf dem Bild konnte ich noch ein bißchen lachen, obwohl mir da schon alles wehgetan hat.

Zurück aus Antalya

So schnell vergeht die Zeit. Der letzte Post ist schon wieder eine Woche her. Heute bin ich schon wieder aus Antalya zurück. Der Marathon war nicht so, wie ihn mir vorgestellt hatte. Aber immerhin habe ich eine Finishermedaille und ein - Shirt. Ich war dabei und bin ins Ziel gekommen. Das haben 20% der gestarteten Läufer nicht geschafft. Aber auch bei mir war das ein hartes Stück Arbeit. Freitag und Samstag ging es mir nicht gut. Ich war den ganzen Zeit müde und fühlte mich schlapp. Sonntagmorgen ging es dann besser. Vor dem Start war alles sehr entspannt und bei dem "kleinen" Starterfeld auch sehr übersichtlich. Nach den großen Läufen in München, Berlin und New York ist der Runtalya wie ein Familienausflug. Dies soll nicht abwerten sein. Allerdings ist der Runtalya mit 450 Startern sozusagen mein kleinster bisher gelaufener Marathon. Für die dritte Auflage war er gut organisiert, der Transfer vom Hotel zum Start klappte reibungslos, nur die Beschilderungen zu den Umkleiden, zur Kleiderbeutelabgabe und zu den WC's fehlten teilweise. Auch die Startzeit um 8 Uhr war gewöhnungsbedürftig. Im Nachhinein aber absolut verständlich.
Das Bild zeigt mich kurz vor dem Start - noch recht zuversichtlich.