31 August 2009

Auf zu neuen Zielen - die 2000 Km sind gelaufen


Heute habe ich die 2000 Laufkilometer "voll" gemacht. Eigentlich war das so gar nicht geplant. Ich wollte heute einen gemütlichen, nicht so langen Lauf machen und am Mittwoch dann die 2000er Marke knacken. Aber wie so oft kam es anders.
Das Wetter war gut, zwar warm, aber mit ein bisschen Wind. Kein ideales Kerstin-Laufwetter, aber die Aussicht am Sonntag bei ähnlich Wetter starten zu müssen, hat mich vorangetrieben. Die Beine waren ausgeruht, nachdem ich gestern doch mal einen Ruhetag eingelegt hatte.

Vor dem Laufen hatte ich noch nachgesehen, wieviele Kilometer mir noch auf die 2000 Km fehlen - 21,3 Km waren es. Heute 15 km und am Mittwoch 15 km, so war der Plan. Losgelaufen, Musik im Ohr, die Gedanken verselbstständigen sich, so dass ich erstaunt war, wie schnell ich die Berge hochkam und schon 10 Km gelaufen war. Ich fühlte ich mich einfach nur gut, dass ich spontan die Runde verlängerte. Es war mir klar, dass ich jetzt aber auch so weit laufe, dass ich die 2000er Marke wirklich knacke. Als ich wieder daheim war hatte ich doch tatsächlich 22,5 herrlich leichte Kilometer hinter mir.

So früh habe ich noch nie die 2000 Km-Marke erreicht. Ich weiß noch wie stolz ich war, als ich im Jahr 2004 erstmals die 2000 Km erreicht habe. Das war am 19. Dezember. Seitdem habe ich meine Umfänge kontinuierlich gesteigert. Letztes Jahr war ich schon stolz, als ich die 2500 Laufkilometer erreicht hatte.
Diese Jahr peile ich also die 3000 Km an, keine Verletzung vorrausgesetzt. Nebenbei habe ich seit Ostern auch noch 1300 Radkilometer gemacht. Dafür, dass ich das ja nur als Ausgleich zum Laufen mache, finde ich das ganz ordentlich.
Also auf zu neuen Zielen.

28 August 2009

Lauf- und Schreibversuche

Post Nr. 301; 5212 Zugriffe
Als ich im April 2006 mit diesem Blog angefangen habe, wusste ich eigentlich gar nicht so recht, was ich denn immer schreiben soll und ob es überhaupt jemanden interessiert. Aber sowohl die Postanzahl als auch die Zugriffe zeigen, dass ich doch was daraus gemacht habe und der eine oder andere es doch liest.
Beim Laufen habe ich ja immer die tollsten Ideen und Texte im Kopf, aber bis ich wieder zu hause bin und Zeit habe mich an den Computer zu setzten, ist alles weg. Ich bräuchte ein Diktiergerät für unterwegs, aber dann hätte ich ja noch mehr mit dabei.

Als kleinen Rückblick will ich das Schreiben mit dem Laufen vergleichen. Wie gesagt im April 2006 habe ich mit diesem Blog angefangen. Links seht ihr meine ersten Lauf- besser Gehversuche. Mittlerweile ist sowohl das Schreiben (die Zugriffe beweisen es, glaube ich) als auch das Laufen besser geworden, der Beweis ist auf dem Bild unten zu sehen.

Schon die ganze Woche war ich gut unterwegs. Und endlich auch mal wieder etwas flotter. Ich dachte schon ich kann gar nicht mehr schnell laufen. Habe drei herrliche hügelige Läufe unterschiedlicher Länge gemacht: 16 Km, 20 Km und heute nochmal 13 Km. Ich fühle mich gut, mein Knie spüre ich praktisch gar nicht mehr. Beim Bergablaufen ein bisschen, aber es wird jeden Tag besser. Ich bin sehr zuversichtlich, was die Staffel beim Fränkischen Schweiz Marathon angeht. Zumindest läuferisch dürfte nichts schiefgehen. Und das Wetter? Ändern kann ich es eh nicht. Habe diese Woche auch mal in der Mittagshitze und -sonne trainiert. Irgendwann muss es ja mal klappen, dass mir Hitze nichts mehr ausmacht.

25 August 2009

SightRunning in Berlin



Die Einen machen eine Spreerundfahrt um Berlin zu sehen, die Anderen eine Stadtrundfahrt mit dem Bus. Wir wollten Berlin zu Fuß kennenlernen. Durch einen Freund, den Ultraläufer
Dieter Ulbricht kamen wir auf die Idee des SightRunnings, also Berlin laufend erleben, den Lieblingssport mit kulturellen Eindrücken verbinden.
Über kontakt@mikes-sightrunning.de hatten wir schnell einen Termin mit unserem "rennenden Stadtführer" Mike ausgemacht. 90 Minuten wollten wir laufen, so um die 15 Km. Aber alles kam ganz anders.
Die Berliner Innenstadt war noch gesperrt. Am Vormittag hatte der WM-Marathon der Männer stattgefunden, Nachmittags war der "Champions Run" und zeitgleich war auch noch "Staatsbesuch", was hieß, dass alle Ministerien geöffnet waren. Die Masse an Leuten kann man sich vorstellen.
Eigentlich wollte ich zu Schloss Charlottenburg, denn das Regierungsviertel kenne ich zur Genüge. Durch die Straßensperren waren wir dann aber doch gezwungen am Reichstag und am Bundeskanzleramt vorbei zu laufen. Am Schloss Bellevue, Sitz des Bundespräsidenten, vorbei ging es dann an der Spree entlang. Alleine dafür hatte sich die Tour schon gelohnt. Nach gemütlichen 12 Km kamen wir am Schloss Charlottenburg an. Alle nötigen Information hatte Mike während des Laufens schon erzählt. Eine Runde durch den wunderschönen Schlossgarten war selbstverständlich. Und zurück ging es wieder an der
Spree entlang, durch den Tiergarten und durch das Viertel der Botschaft. Drei Stunden und 23 km später waren wir wieder am Hotel. Eine etwas andere, faszinierende Stadtführung, die ich nur empfehlen kann.

21 August 2009

Vorbei ...

... heute war mein letzter Urlaubstag. So schnell vergehen vier Wochen. Aber ich kann mich nicht beklagen. Vier herrliche Wochen mit gutem Wetter und viel Sport, ich habe mich gut erholt.
Wenn ich am Montag wieder in die Arbeit gehe, habe ich in diesen Urlaubswochen gerade mal fünf Tage keinen Sport gemacht. Und das waren die Tage, an denen wir zu einem unserer Kurztrips gestartet oder wieder Heimgefahren sind. An allen anderen Tagen bin ich entweder gelaufen oder Rad gefahren. Manchmal habe ich aber auch beides gemacht. So bin ich insgesamt auf ca. 550 Rad- und 200 Laufkilometer gekommen.

Gestern war noch ein Bericht über meinen Start beim Ironbike in der Zeitung.

16 August 2009

Verletzt!?

Kennt ihr das? Kurz vor dem bevorstehenden Marathon tut auf einmal alles weh, es zwickt und zwackt einfach überall. Und man stellt sich die Frage, ob man überhaupt starten kann. Im Moment stelle ich mir die Frage mehr denn je. Zwar sind es bis zum Berlin-Marathon noch gute fünf Wochen, also noch genug Zeit, allerdings habe ich im Moment enorme Kniebeschwerden.
Jetzt habe ich im neuen "Runnersworld" aber einen doch sehr motivierenden Artikel gefunden. In "Countdown ohne Fehlermeldung" sagte Stefano Baldini, immerhin Marathonolympiasieger in Athen, es gebe für ihn vier Grundregeln bei Beschwerden:
"1. Alle orthopädischen Beschwerden, die die unteren Extremitäten betreffen, sind grundsätzlich ernster zu nehmen als alles, was oberhalb des Becken zwickt.
2. Lediglich Beschwerden, die öfter als zweimal auftreten, verdienen eine nähere Betrachtung.
3. Schmerzen, die ausschließlich nach dem Training auftreten, aber nie währenddessen, sind nicht relevant.

4. Solange Schmerzen beim Laufen erträglich sind und den Laufstil nicht beeinträchtigen, darf man damit weitertrainieren."

Liest man das als Mediziner ist man entsetzt. Ich denke aber, wenn man seine Körper kennt, weiß man auch was man ihm zumuten kann. Ich fand diese vier Grundregeln für mich jedenfalls sehr gut:
zu 1.: Kniebeschwerden hatte ich noch nie. Sie machen mir ein bisschen Sorgen. Aber es war ja jetzt Wochenende, keine Arzt erreichbar.

zu 2.: Die Beschwerden habe ich jetzt schon ein bisschen länger ... hab sie aber ganz gut im Griff.

zu 3.: Meine Lieblingsregel! Laufen und Radfahren kann ich absolut schmerzfrei.

zu 4.: Ich darf weitertrainieren!!

Allerdings hoffe ich schon, dass die Beschwerden zügig wieder abklingen. Schmerzfrei zu sein ist einfach schöner.

13 August 2009

Reschenseelauf

Wir haben an unser anfangs geplantes Wochenende in Ischgl noch ein paar Tage angehängt.

Unter anderem sind wir einen Tag an den Reschensee gefahren.
Von Nauders aus sind wir mit dem Fahrrad über den Reschenpass an den See geradelt, einmal rundherum und wieder zurück nach Nauders. Eine kleine 30 Km-Runde, ohne extreme Steigungen. Es war schön zu fahren.
Klar, das ich den Reschensee auch zu Fuß umrunden musste.


Wir sind also mit dem Auto nach
Reschen gefahren und haben von dort aus die Runde des Reschenseelaufs gestartet. Einmal rundherum, 15,1 Km, bei idealem Kerstin-Laufwetter. Ein gelungener Tag.

Ischgl Ironbike ...


... ich war dabei.
Noch nie zuvor habe ich bei einem Mountainbikerennen mitgemacht. Warum ich für den Ischgl Ironbike gemeldet habe, weiß ich bis heute noch nicht. Wahrscheinlich lag es an dem Reiz des Neuen. Ich war aufgeregter als vor meinem allerersten Laufwettkampf. Selbst der erste Marathonstart war ruhiger. Schließlich zählt der Ironbike laut der Zeitschrift "MountainBike" zu Europas zweithärtestem Marathon.


Die Marathonstrecke, immerhin 79 Km und 3820 Hm, war nichts für mich. Ich begnügte mich mit der "kleinen" Runde: 27,5 Km, 755 Hm. Und für den Anfang hat das auch voll und ganz gereicht.
Spaß haben und Ankommen, so wie beim Laufen, war meine Devise. Allerdings musste ich bei dem 5 Km langen Anstieg schon ab und zu nach dem Spaß suchen.


Nicht nur der lange Anstieg hatte es in sich, auch eine lange Abfahrt auf Schotter und der Trail, der immer enger und steiler - bergab - wurde, verlangte mir alles ab.
Ich bin angekommen und hatte meinen Spaß. Und es ist wieder ein Erfahrung mehr, die mir niemand nehmen kann.

04 August 2009

Radfahren in Nordfriesland

Da ist frau mal für ein paar Tage weg und dann ... verpasse ich glatt denn 5000sten Besucher meiner Seite. Mittlerweile ist der Zähler schon auch 5015 gestiegen. Bin immer wieder erstaunt, wieviel Leser ich habe. Danke für euer Interesse.

Ja, ich war ein paar Tage weg. In Nordfriesland, ein Land so platt, "da sieht man schon zwei Tage vorher, wer zu Besuch kommt" (O-Ton Peter). Ein Tag Anreise, ein Tag Abreise, drei Tage Radfahren, insgesamt 200 Km. Ist schon klasse, mal keinen Berg bezwingen zu müssen. Allerdings kann man sich bei uns bergab auch mal ausruhen. Wenn's Brettleben ist muss man halt immer treten. Gibt aber alles Kraft und Ausdauer. Aber es deprimiert auch, wenn man zwanzig Kilometer vorher das Ziel sieht und es kommt und kommt nicht näher. Laufen wollte ich eigentlich auch. Mal keine Berg hochlaufen, sondern eben vor sich hinlaufen, ein bisschen Tempo machen. Aber das Wetter!!!

Am ersten Tag: 55 km Radfahren, mit Gegenwind teilweise als Sturmböen - die letzten Kilometer in strömendem Regen, der nicht mehr aufgehört hat. Einmal klatschnass werden reicht. Am zweiten Tag: 105 Km Radfahren, abends einfach zu müde. Am dritten Tag: "nur" 40 Km Radfahren bei 30 ° und Sonne pur. Da hat dann das kalte Flens doch mehr gelockt als die Laufschuhe.
Hier gibt es ein paar Bilder.
Jetzt so daheim und im nachhinein ärgert's mich doch ein bisschen. Mal so ganz ohne Berg ... muss toll sein, wenigstens ab und an.
Dafür habe ich dann gestern, wieder daheim, gleich einen 3-Stunden Lauf gemacht und heute gleich nochmal 17,5 Km nachgeschoben.