28 Februar 2010

Mauerlauf mit dem Laufclub 21

Gestern war ich mit dem "Laufclub 21" unterwegs. Der Laufclub 21 ist ein Laufclub für und mit Menschen, die das Down-Syndrom haben. Die 21 steht für
"Trisomie 21". Sie veranstalteten einen Lauf von Fürth nach Nürnberg. Das Ziel war der Hallplatz, denn dort steht ein Stück der Berliner Mauer.
Warum dieser Lauf? Die Marathonis wollen am 20./21. März den Berliner Mauerweg als Staffel bezwingen, denn am 21. März ist der Welt-Down-Syndrom Tag. Als kleiner Vorgeschmack sozusagen.

28 Km waren zu bewältigen, das Tempo war den Marathonis angepasst. Nicht schnell aber mit ganz viel Spaß. Für mich ein ganz anderer Trainingslauf. Sieben Marathonis und ca. 20 Coaches und Freunde, hauptsächlich Ultras, waren am Start. Das Wetter ein Traum: Sonne, warm, der zweite wirkliche Frühlingstag. Obwohl es kein schneller Lauf war, so war ich doch ganz schön müde, als wir wieder am Startpunkt bzw. unserem Ziel waren. Es war ein toller Lauf, die Marathonis haben mir unheimlich viel gegeben. Und mit Gleichgesinnten über seine Leidenschaft zu reden ... eigentlich gibt es nicht Schöneres.
Aber lest einfach hier, wie es war. Und hier gibt's noch mehr Bilder.

24 Februar 2010

So ein Tag ...

... so wunderschön wie heute.
Einer der wenigen perfekten Tage, läuferisch meine ich. Dabei stand mein Lauf eigentlich unter keinem guten Stern. Geplant hatte ich einen ruhigen Lauf, ohne Druck. Ich wollte die erwachende Natur genießen. Schon am Montag hatte ich das Stirnband und die Hand-
schuhe daheim gelassen und es so richtig genossen. Aber die plötzliche "Wärme" hat mich Kraft gekostet. Der Körper ist noch nicht ganz drauf eingestellt.

Heute hatte es 13° und ab und an hat es die Sonne durch die Wolken geschafft. Ich entschied mich für die 3/4 Laufhose. Schon allein das brachte ein breites Grinsen in mein Gesicht. Stirnband und Handschuhe waren genauso passé wie die Fleecejacke. Mein geliebter langärmliger, roter Laufpulli erhielt den Vorzug.
Nur leider hatte ich einen Termin vergessen. Also nichts mit gemütlich und eventuell Strecke verlängern. Gerade mal 90 Minuten Zeit - mit Umziehen und ein bisschen frisch machen. Wenn ich mich so schwer tue wie am Montag, dann wird's halt nur eine kurze Einheit aber besser als gar nichts.

Aber Frühlingsgefühle spornen an. Schon allein nicht mehr die lange Hose anzuhaben brachte Speed. Dazu hatte ich heute auch die richtige Musik im Ohr: Der Schritt nahm den schnellen Rhythmus ganz von alleine auf. Ich hatte so viel Freude am Laufen, am Wetter, der Musik und am Vogelgezwitscher, dass ich trotz Musik hörte. Da konnte ich doch eine etwas längere Runde drehen, trotz Zeitdruck, den ich aber nicht so empfand.
Nach 1:20 h und 15,5 Km war ich wieder zu Hause. Fast Renntempo. Hätte ich einen Tempolauf geplant, ich hätte es nicht geschafft, so schnell zu sein. Manchmal ist es doch besser in den Tag zu laufen und hinterher festzustellen, welches Training man heute hatte.

Jetzt müssen nur noch die Waldwege eisfrei werden, dann wir das Training wieder abwechslungsreicher, was die strecken betrifft. Allerdings kann ich mich auch so nicht beklagen, bin ich doch seit dem 01.01.2010 schon 490 Km gelaufen.

21 Februar 2010

Central Park: Laufen unmöglich

Elf lauffreie Tage, so war es eingeplant, und ich habe mich daran gehalten. Auch wenn es teilweise wirklich schwer gefallen ist. Ich war mal kurz in New York, nicht zum Laufen. Diesmal stand Sightseeing und Shopping im Vordergrund.

Den Central Park habe ich bewusst gemieden, denn die Läufer dort zu sehen ... es hätte mich sofort gejuckt. Ich hatte ja nicht mal Laufsachen eingepackt, aber schon am ersten Tag Laufschuhe erstanden. Am Dienstag hat es in New York geschneit, aber wie. Im Central Park war an Laufen wohl nicht zu denken, denn es wurde kein Läufer gesichtet. Der Central Park im Schnee hat auch seine Reize. Und wenn ich daran denke, dass ich dort im November im kurzärmligen Laufshirt gelaufen bin, so war ich diesmal froh um meine Winterjacke.


Selbst dem Rikscha-Fahrer war das Wetter wohl zu schlecht. Zumindest zeigt er es ganz deutlich. Für mich war das Wetter ein Grund mehr ein bisschen im Warmen zu shoppen.




Heute habe ich das Training wieder aufgenommen. Und nach einer Woche Nichtstun hat das Laufen besonders Spaß gemacht. Jetzt laufe ich dem Frühling entgegen, meine neuen Schuhe muss ich einlaufen und mich neuen Herausforderungen stellen.

09 Februar 2010

Ein toller Trainingslauf

Seit zwei Tagen begleitet mich die Sonne und eisige Kälte bei meinen Läufen. Aber es ist wunderschön. Und wenn ich laufe macht mir die Kälte nichts aus. Heute konnte ich endlich mal wieder einen flotten Lauf machen. Das fiel mir doch seit Rodgau ziemlich schwer. Aber heute war so ein Tag da lief es mal wieder von alleine. Ich hatte in der Arbeit einen anstrengenden Tag und da war laufen gerade recht. Meine Musik hat mich getragen, hab aber auch extra schnelle Musik "aufgelegt", dann läuft sich's besser. Heute konnte ich den Rhythmus auch wieder gut in meinem Laufschritt aufnehmen und so wurde es ein schneller und doch entspannter Lauf. Heute war wieder so ein Tag, da kann ich nur sagen: Keep on Running!!
Hier geht's noch zum Zeitungsbericht über den Rodgau-Ultra.

07 Februar 2010

Schnee, Laufen und ein bisschen Sonne

Der Winter hatte uns auch letzte Woche noch fest im Griff. Immer noch ist es unmöglich im Wald zu laufen. Und selbst in der Stadt ist es teilweise schwierig zu laufen. Die Schneemassen am Gehwegrand fordern beim Straßenseite wechseln alle Konzentration.
Trotzdem war ich auch diese Woche wieder viermal unterwegs und habe bewusst vier verschiedene Strecken ausgesucht. Nur gestern hatte ich teilweise die falsche Streckenführung gewählt. Eine wenig befahrene Straße, die im Winter nicht geräumt wird, aber eigentlich sind dort immer Fahrspuren. Doch diesmal nicht. Der Schnee war kniehoch, an Laufen überhaupt nicht zu denken. Da waren zwei Kilometer gehen angesagt. Und heute hatten wir dann endlich mal Sonne. Die erste in diesem Jahr. Und mit dem vielen Schnee ein Traum, für Auge und Seele.

01 Februar 2010

Überlebende der Hölle Rodgau ...

... so darf ich mich laut LaufReport jetzt nennen. Naja, klingt doch sehr dramatisch. Wobei mich noch nie ein Lauf so in seinen Bann gezogen hat. Schon im Vorfeld war ich total auf den Rodgau-Ultra fixiert. Meine größte Sorge war, vorher krank zu werden oder mich zu verletzten. Das kenne ich von keinem anderen Wettkampf.
Warum? Keine Ahnung.
Vielleicht lag es ja daran, dass in Rodgau nicht jeder "Marathontourist" antritt. Und die Ultra-Laufszene ist doch irgendwie ein anderes Völkchen. Die machen den 50er mal so nebenbei, schließlich stehen 100 km, Sechs-Tage-Rennen oder ähnliches an. Man kennt sich ... und ich war mittendrin.
Auch zwei Tage danach hat mich der Lauf noch im Griff, mental wie körperlich. Noch nie habe so viele Laufberichte gelesen und Bildergalerien angeklickt. Körperlich hatte ich wohl noch nie so viele
Probleme während und nach dem Lauf. Das "tiefe Geläuf", wie es so schön heißt, hat ganz schön Kraft gekostet. Schmerzen in der Achillesferse, den Leisten und Knien hatte ich bis dahin noch nach keinem Wettkampf. Heute sind diese Schmerzen schon wieder weg, nur beim Treppe runter gehen merke ich meine Oberschenkel noch.
Trotz allem war dieser Lauf eine tolle Sache und ich war nicht das letzte Mal in Rodgau dabei. Ein prima Saisoneinstieg, der gleich einiges von mir abverlangt hat.
Und die "Hölle" stelle ich mir anders vor ...