31 Dezember 2011

Silvesterlauf

Das war das Laufjahr 2011 und die Altersklasse W40. Komme gerade vom Silvesterlauf zurück und bin ganz zufrieden mit mir. Ich kann doch noch schnell. Auch wenn ich etwas langsamer als letztes Jahr war, obwohl damals Schnee und Eis auf der Strecke waren. Heute war die Strecke eisfrei, schön zu laufen, auch wenn es die ganze Zeit geregnet hat. Mit meinen 52 Minuten bin ich doch ganz zufrieden. Nach meine vielen Ultras hatte ich doch mit einer langsameren Zeit gerechnet.
Jetzt wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue (Lauf)Jahr! 
W45 ich komme!

29 Dezember 2011

Mein Laufjahr 2011

Nach 2900 Laufkilometern, 1400 Mountainbikekilometern, 350 Rennradkilometern und 10 Wettkämpfen geht mein Laufjahr zu Ende.
Ein Laufjahr, das mit den 100 Kilometern von Biel bereits im Juni seinen Höhenpunkt hatte. Mit dem Lauf in Biel habe ich mir einen Traum erfüllt. Einmal in Biel laufen ist wohl ein Traum vieler Läufer. Wobei der Traum vom schlechtesten Laufwetter begleitet wurde, das ich bis jetzt in meiner Läuferkarriere hatte. Es war kalt und regnete die ganze Zeit. Und nicht nur ein bisschen.
Schon vier Wochen vorher habe ich beim Supermarathon am Rennsteig gefühlt, was es heißt über die 60 Kilometer zu laufen. Aber mit dem Ziel "ankommen" ist alles machbar.
Außerdem habe ich mich im Europacup platziert.
Ansonsten? Ich habe dieses Jahr keinen Marathon gefinisht. Ich bin zwar bei dreien gestartet, habe aber immer nach dem Halbmarathon aufgehört. Teils so geplant, teils wegen der Hitze oder weil der Körper nicht wollte. Dies ist also ein Ziel für nächstes Jahr. Mal wieder einen Marathon nach 42,195 Km beenden. Das werde ich im April in Hamburg versuchen.
Außerdem habe ich dieses Jahr festgestellt, dass mir Ultraläufe viel mehr Spaß machen, als Marathons. 1. Ist dort die Zeithatz nicht so groß. Es zählt anzukommen, nicht in irgendeiner megaschnellen Zeit. 2. Sind die Leute dort cooler. Naja, da ist man ja noch verrückter als beim Marathon. Und das meine ich liebevoll!

und 2012?

Was habe ich vor? Ganz ehrlich? Keine Ahnung!
Ich habe schon viel überlegt. Vielleicht jeden Monat einen Wettkampf? Rennsteig und Biel noch mal? Der Rennsteig feiert 40. Geburtstag. Und soweit weg ist das ja jetzt auch nicht.

Oder ganz wenige Wettkämpfe?

Definitiv gemeldet habe ich den Hamburgmarathon Ende April. Und wenn das Wetter passt, möchte ich Rodgau laufen. Aber nicht unter den Bedingungen von 2010. Deshalb werde ich, wenn ich fahre, nachmelden. Am 18.03. ist der Down Syndrom Tag Marathon. Nachdem mein Laufclub dort Ausrichter ist, ist es natürlich eine Pflicht, aber auch Ehrensache, dass ich dort laufe. Aber sonst? Freiburg würde ich auch mal gerne laufen.
Aber wie heißt es so schön: Kommt Zeit, kommt Rat. Und wenn es nächstes Jahr weniger Wettkämpfe werden, dann ist es auch recht. Wobei ich ja auch dieses Jahr dachte, ich habe nicht viele Wettkämpfe gemacht!

27 Dezember 2011

Gänsmarathon zum Vierten!

Gestern fand zum dreißigsten Mal der Gänsebratenvernichtunglauf statt. Noch nie bin ich bei so "guten" Wetter gestartet. Die letzten drei Mal, die ich dabei war, war es immer eiskalt und im letzten Jahr sogar mit Schnee. Schön war es jedesmal.
Auch gestern wieder. Mittlerweile ist es schon fast ein Pflichttermin für mich, nach den Weihnachtsvöllereien dort zu laufen. Ich glaube viele sehen das ähnlich, denn es sind viele bekannte Gesichter dabei. Diesmal aber auch einige Neue.
Gemütlich habe ich meine Runden gedreht, mal alleine, mal in Begleitung. Nach dem Halbmarathon war Schluss für mich. Schließlich muss ich nichts übertreiben.Wie jedes Jahr fand ich es besonders schön, in die Dunkelheit hinein zu laufen. Für dieses Jahr habe ich erstmal genug. Der Silvestelauf noch als Jahresabschluss. Ich habe diese Jahr wieder viel gemacht, der Jahresrück- und Ausblick kommt noch. Wenn auch noch keine rechte Planung läuft für das nächste Jahr, so weiß ich doch, dass ich beim Gänsebratenvernichtungslauf wieder dabei bin.
Hier gibt es noch einen Zeitungsbericht.

23 Dezember 2011

Fröhliche Weihnachten

Die Tiere disputierten einmal über Weihnachten...
Sie stritten, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei.
"Na klar, Gänsebraten", sagte der Fuchs. "Was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten?"
"Schnee", sagte der Eisbär. "Viel Schnee." Und er schwärmte verzückt von der weißen Weihnacht.
Das Reh sagte "Ich brauche aber einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern."
"Aber nicht so viele Kerzen", heulte die Eule. "Schoen schummrig und gemütlich muß es sein. Stimmung ist die Hauptsache."
"Aber mein neues Kleid muss man sehen", sagte der Pfau. "Wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich kein Weihnachten."
"Und Schmuck!" krächzte die Elster. "Jede Weihnachten bekomme ich was: einen Ring, ein Armband. Oder eine Brosche oder eine Kette. Das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten."
"Na, aber bitte den Stollen nicht vergessen", brummte der Bär, "das ist doch die Hauptsache. Wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich auf Weihnachten."
"Mach's wie ich:" sagte der Dachs, "pennen, pennen, pennen. Das ist das Wahre. Weihnachten heißt fuer mich: Mal richtig pennen."
"Und saufen", ergänzte der Ochse. "Mal richtig einen trinken - und dann pennen."
Aber da schrie er "aua", denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt.
"Du Ochse du, denkst du denn nicht an das Kind?" Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte "Das Kind. Jaja, das Kind - das ist doch die Hauptsache. Übrigens", fragte er dann den Esel, "wissen das eigentlich die Menschen?"
Autor unbekannt

Weihnachten wird doch nicht unter dem Baum entschieden! 

Ich wünsch euch ein paar erholsame Tage und schöne Weihnachten. 

22 Dezember 2011

Schnee ... ???

Am Sonntag habe ich noch die erste Spur in den Schnee gezogen und heute? Schnee liegt immer noch aber er ist mittlerweile so nass, dass es mehr ein Geplatsche ist als sonst irgendetwas. Aber egal, der Lauf war wunderschön, wenn auch zwischendrin ganz schön matschig.
Morgen werde ich nochmal eine gemütlichen Lauf machen und dann hoffe ich, das ich an Heilig Abend oder am 1. Feiertag auch eine Runde drehen kann. 
Fast schon traditionell laufe ich am 2. Feiertag den Gänsebratenvernichtungslauf. Eine private, kleine, wunderschöne Veranstaltung, die nach der Weihnachtsesserei gerade richtig ist. Bis dahin wird sich wohl der Schnee vollkommen aufgelöst haben, denn es soll wieder wärmer werden.

17 Dezember 2011

W 45, Terminplanung und sonst nichts Neues

Hilfe, wo ist die Woche hin? Gerade war es noch Montag und jetzt ist es schon wieder Samstag. Im Moment ist einfach viel zu viel los. Soviel zur "besinnlichen Adventszeit". 
Dabei versuche ich, sowenig wie möglich zu machen. Aber diese Woche war es einfach so, dass es Termine waren, die ich nicht absagen konnte oder wollte. Und wenn dann noch Unvorhergesehenes passiert, dann ist das Chaos perfekt. So konnte ich diese Woche auch nicht so laufen wie ich wollte, aber die beiden Male, die ich gelaufen bin, habe ich bewußter erlebt als sonst oft. 
Diese Woche war vor allem von Essen geprägt. Weihnachtsessen mit meinen Freundinnen, ein Termin auf den ich mich immer freue. Weihnachtsessen in der Arbeit, ein Termin, den ich nicht absagen kann und will. Es ist nicht selbstverständlich, als "kleines Tier" vom Abteilungsleiter einer Fremdabteilung eingeladen zu werden. Darüber habe ich mir riesig gefreut. Und dann noch Geburtstagsessen der Kollegin. Puh, obwohl ich bei den ersten Essterminen auf was Leichtes geachtet habe, war es doch etwas viel. Doch dank der Lauferei habe ich alles im Griff.
Heute kam ein Brief aus Biel. Das Erste, das mir auffiel, war meine Altersklasse. Neu!! Ab nächstes Jahr W 45. 
Es war doch erst, dass ich in die W 40 gekommen bin, oder? Wo ist nur die Zeit hin. Aber "alt" fühle ich mich deswegen nicht. 
Zurück zu Biel. Anmeldeformular liegt bei, dabei habe ich eigentlich nicht vor, nächstes Jahr in Biel an den Start zu gehen. Aber wer weiß. Gerade gestern schrieb mir ein Lauffreund, er habe zu seinem 50. Geburtstag von seiner Frau einen Startplatz für Biel geschenkt bekommen. Ein tolles Geschenk! Und dann fragt er so beiläufig, ob ich nicht Lust hätte auch in Biel zu starten. Ja sind denn alle gegen mich? Das ist ja wie mit dem Rennsteig. Alle fragen mich, ob ich dort starte, aber auch das weiß ich (noch) nicht. Wobei da der 40. Rennsteiglauf gefeiert wird. Und ich überlege schon, ob ich nicht wieder hinfahre. 
Allerdings habe ich noch keine richtige Laufplanung für nächstes Jahr. Es gibt soviele schöne Läufe, Läufe die ich noch gerne machen möchte, Sachen die ich noch ausprobieren möchte. Vieles fällt zusammen oder terminlich einfach schlecht. Und dann sind da ja auch noch die Kosten. Nicht nur die Startgebühren. Auch Benzingeld, Übernachtungen usw.
Dieses Jahr war es mir manchmal auch zuviel. Schließlich habe ich ja nicht nur Lauftermine. Familie, Arbeit und Freizeit müssen ja auch unter einen Hut gebracht werden. Und immer zu sagen: "Da kann ich nicht, da laufe ich" ist auch nicht immer schön. Wobei ich Lauftermine schon auch so aussuche, dass sie mit anderen terminen nicht kollidieren. Aber manchmal geht es halt nicht anders. Na mal schaun, was nächstes Jahr ist.
Seit gestern schneit es. Alles ist weiß, aber matschig. Das Sturmtief Joachim hat uns nicht so getroffen wie es befürchtet wurde. Das totale Chaos blieb in unserer Region aus.
Morgen hoffe ich auf einen schönen Lauf durch nicht ganz so matschige, weiße Landschaft.

12 Dezember 2011

Laufclub 21 Weihnachtsfeier: Knapp geschlagen

23,8 Km bei herrlichem Sonnenschein und kalten - 4,5°. Einen Pokal habe ich auch bekommen, wenn ich auch "nur" auf den dritten Platz laufen konnte. Egal, ich bin Ultra und keine Marathonsprinterin wie die beiden Frauen vor mir. Egal, denn es war ein wunderschöner Lauf unter Freunden. Egla, denn es war eine wunderschöne Weihnachtsfeier mit vielen Neuigkeiten und guten Gesprächen. Zwar haben wir den Wettkampfplan besprochen, aber so recht weiß ich immer noch nicht was ich nächstes Jahr laufen werde. Nach meinem Traum Biel fehlt mir immer noch ein bißchen die Motivation. Na mal schauen, verrückte Ideen hatten wir gestern schon wieder eine ganze Menge. Und wenn noch der eine oder andere "Verrückte" mitmacht, wer weiß was dann nächstes Jahr rauskommt.
Bilder werde ich noch nachiefern.

10 Dezember 2011

Laufclub 21 Weihnachtsfeier

Am Sonntag ist es wieder soweit. Die Weihnachtsfeier des Laufclub 21 steht an. Wie letztes Jahr startet alles mit einem 2:10 h Lauf. Also erst Kalorien verbrauchen, dann wieder auffuttern. Hier geht es um die Vereinsmeisterschaft, bei der ich im letzten Jahr einen Pokal erlaufen konnte. Ich denke, auf dem Bild sieht man, wie stolz ich darauf bin. Diese Jahr gilt es, diesen zu verteidigen. Ob es gelingt wird sich zeigen. Wobei ich in erster Linie Spass am Laufen mit den Marathonis haben möchte. Die Bedingungen werden besser sein als letztes Jahr. Da war die Strecke Eis- und Schneebedeckt. Dieses Jahr wird eher Regen und Sturm herrschen. Egal, dann danach wartet die heiße Dusche und leckeres Essen. Auch die Wettkampfplanung steht an. Ich bin schon gespannt, wieviele Läufe ich nächstes Jahr mit meinen Freunden des Laufclubs laufen werde.

08 Dezember 2011

Helfen helfen: Sternstunden

Quelle: Bayrischer Rundfunk
Morgen abend werde ich bei den Sternstunden des Bayerischen Rundfunks am Spendentelefon sitzen. Ich freue mich drauf. Nicht oft hat man die Gelegenheit beim Helfen zu helfen. Es wird bestimmt anstrengend, aber was soll's.

Die Gala dazu wird live aus Nürnberg im Fernsehen übertragen  und ab und an wird wohl auch in die Telefonzentrale geschalten. Ich werd mich bemühen, nicht allzu gestresst zu schauen.
Und wenn ihr Lust habt: 0137 22 23 24 0, die Telefone sind von 6 - 23 Uhr geschalten. Ich werde ab 19 Uhr dort arbeiten. Vielleicht erreicht ihr mich ja.
Heute heißt es nach der Laufeinheit erstmal Lerneinheit. Für morgen Abend, wenn es dann heißt: "Sternstunden, sie sind mit Kerstin Ehler verbunden, Guten Abend."

07 Dezember 2011

es schneit

Seit vorgestern schneit es. Allerdings ist es kein trockener Schnee, sondern nur Matsch. es ist einfach zu warm. Am Montag und Dienstag hatte ich Glück beim Laufen, denn es hat nur vormittags geschneit. Nachmittags war sogar teilweise die Sonne da. Da laut Wetterbericht heute der schlechteste Tag der Woche ist, bin ich gestern gelaufen. Und das war gut so. Denn im Moment ist Schneeregen. Morgen soll es dann schon wieder schöner und wärmer werden. Der Schneewinter lässt also noch auf sich warten.

02 Dezember 2011

Ruhiges Wetter, ruhiges Laufen

Schon wieder ist eine Woche rum. Noch 22 Tage bis Weihnachten. Wo ist nur das Jahr so schnell hin. Es ist bald wieder an der Zeit, meinen Laufjahresrückblick zu schreiben.
Jetzt aber ein Wochenrückblick. 
Hier hatten wir wieder mal das Glück, dass die Sonne den Nebel vertreiben konnte. Der liebe Gott muss ein Franke sein. Die Temperaturen waren angenehm, so dass ich meine Stirnband wieder wegpacken konnte. Trotz des schönen Wetters lief es bei mir eher zäh. Aber gut, das Wettkampfjahr ist gelaufen. Das Laufjahr praktisch auch. Aber wie heißt es immer so schön:
"Die Sieger des Sommers, werden im Winter gemacht!" Und in der kühlen Jahreszeit laufe ich sowieso viel lieber.
Am Sonntagvormittag habe ich eine schönen langen Lauf gemacht. Ich bin noch einmal eine Strecke gelaufen, die ich bei Schnee nicht laufen kann. Dabei habe ich noch eine Abzweigung gefunden, die ich bei genügend Zeit ausprobieren werde. Das ging am Sontag nicht, denn ich war schon 90 Minuten unterwegs und diese Schleife hätte bestimmt weitere 60 Minuten gedauert. Aber ich habe sie mir gemerkt, so kann ich im Frühjahr mal einen Drei-Stunden-Lauf machen. Als Marathontraining sozusagen.
Am Montag dann ein entspannter Lauf durch den Veldensteiner Forst
Am Dienstag habe ich mittlerweile immer einen Ruhetag. Außer ich habe Mittwochs einen Termin und kann nicht laufen. Nur dann laufe ich Dienstags.
Am Mittwoch bin ich gleich von der Arbeit aus ins Pegnitztal gestartet. Das ist mir immer eine willkommene Abwechslung: Eben, am Wasser entlang, kein Wald. Aber eine Pendelstrecke. Ansonsten laufe ich immer "Rundkurse". Das macht mir mehr Spass, als zu wissen, dass ich den gleichen Weg wieder zurück muss. Anderseits spornt mich so eine Pendelstrecke an. Denn ich versuche immer, auf dem Rückweg die gleiche Zeit zu laufen, die ich für den Hinweg brauche. Meist bin ich schneller. Warum das so ist weiß ich nicht. Denn ich merke nicht, dass ich schneller laufe.
Gestern fiel mir das Laufen besonders schwer. Ich hatte mich schon den ganzen Tag nicht so gut gefühlt. Laufen wollte ich aber, denn ich weiß ja, dass es mir gut tut. Gerade an solchen Tagen. Ich war langsam unterwegs, habe aber doch 80 Minuten durchgehalten.
Freitag ist auch ein obligatorischer Ruhetag. 
Und was das Wochenende bringt, weiß ich noch nicht. Am Sonntag werde ich wieder laufen, auch wenn das sonnige und milde Wetter erstmal vorbei ist. Vor einer Stunde hat es zu regnen begonnen. Aber so ein Regenlauf ... der ist schon lange her.

25 November 2011

Laufen, die beste Medizin?

Seit letzten Freitag ist eigentlich nichts Nennenswertes geschehen. 
Außer, dass es die Sonne seit Mittwoch nicht mehr durch den Nebel schafft. 
Alles ist grau in grau, so dass ich dieses Sonnenbild genommen habe, um die Stimmung ein bisschen zu heben. 
Irgendwie macht das Grau trübsinnig. Gerade gestern hatte ich so einen Tag. Alles hat mich genervt, alles war mir zu viel. 
So war ich froh als ich nach der Arbeit endlich in die Laufschuhe konnte. Gestern war es allerdings so kalt, dass ich das erste Mal das Stirnband aufgesetzt habe. Auch Handschuhe hatte ich an, die ich aber nach 15 Minuten wieder ausgezogen habe, weil meine Hände warm waren. Und dann mag ich keine Handschuhe mehr. 
Alles war grau und wie immer machte ich mir beim Loslaufen Gedanken über die Strecke. Straße? Wald? 
Wald: es ist eh so grau und im Wald ist es noch trister. 
Straße: Muss ich wenn Schnee liegt wieder ständig laufen. 
Also doch Wald. Die Entscheidung war gar nicht so schlecht. Im Wald war es wunderschön. So eine Ruhe. Nur das Knacken der Äste, das Rascheln beim Laufen durch das Laub und meine Atmen war zu hören. Herrlich. Da war aller Trübsinn sofort wie weggeblasen. Nach 90 Minuten war ich wieder daheim. Zufrieden und Müde. 

Laufen ist einfach die beste Medizin

18 November 2011

Bilder

Hier jetzt noch die gestern versprochenen Bilder. Der Fels wirkt jedesmal, wenn ich dran vorbei laufe, als wäre er von der Sonne angestrahlt. Einmal lief ich dran vorbei, da war ein Kletterer mit roter Jacke dabei, ihn zu erklimmen. Ein tolles Bild, des Kontrastes wegen. Damals hatte ich leider keinen Foto dabei. Mittlerweile habe ich wenigstens das Handy mit dabei, aber seitdem war keine Kletterer mehr zu sehen.

Und hier ein Baum mit frischen Biberspuren. Den Biber habe ich auch schon ein paarmal gesehen. Auch wenn alle sagen, ich hätte eine Ratte gesehen. Aber den Unterschied zum Biber kenne ich eigentlich schon. Ich liebe diese Strecke am Fluss entlang. Nicht nur weil es flach ist. Ich liebe es beim Laufen die Tiere am und im Wasser zu beobachten.

17 November 2011

ein herrlicher Lauf

Bin schon wieder zurück von meinem Lauf und fühle mich sehr gut. Am Anfang ist mir das Laufen sehr schwer gefallen, keine Ahnung warum. Aber je länger ich gelaufen bin umso besser ging es. Die Sonne hat ihr übriges getan. Heute waren es seit langem einmal wieder über 16 Km, relativ eben, an der Pegnitz entlang. Jetzt werde ich mir einen schönen Abend machen und mir ein Glas Rotwein gönnen. Bilder habe ich auch gemacht. Die werde ich morgen einstellen. Ich liebe das Gefühl des "ich-habe-was-getan-und-bin-ein-bisschen-müde" nach dem Laufen.

Sonne und trocken

Gott sei Dank! Der November ist nicht so trist wie befürchtet. Jeden Tag schafft es die Sonne durch den Nebel. Nachts ist es zwar bitterkalt, aber tagsüber mit 15° angenehm. Auch zum Laufen. Und es soll so bleiben. Sehr erfreulich. Denn wenn der November nass und trüb ist mag ich ihn überhaupt nicht. Ich habe im Moment sowieso das Gefühl, dass alle ein bisschen depressiv sind. Was ich bei diesem Wetter nicht ganz verstehe. Obwohl, ist es wirklich überall so sonnig? Ich glaube nicht. Und trotzdem habe ich mir angewöhnt mich schon an den kleinen positiven Dingen des Lebens zu erfreuen. Es gibt einfach zu viele schlechte Nachrichten. Besonders diese Woche! Und das nicht nur in den Nachrichten. Wieder einmal habe ich gelernt, wie wenig selbstverständlich es ist, gesund zu sein. Und wie dankbar man dafür sein muss. Oder auch für seine Arbeit.
Und deshalb werde ich jetzt (un)geduldig auf den Feierabend warten, damit ich dann endlich laufen und das Wetter genießen kann. Heute habe ich die Sachen gleich mit in die Arbeit genommen. Mal wieder ein andere Strecke laufen. Ich freue mich drauf.

11 November 2011

Laufen und Bloggen

Im Moment genieße ich es durch den Wald zu laufen. Warum? Ganz einfach: 1. Laufe ich einfach gerne durch das raschelnde Laub und 2. sind wohl die Tage gezählt, die ich im Wald laufen kann. Denn wenn erstmal Schnee liegt brauche ich keine Feld- und Waldwege mehr laufen. Dann heißt es wieder einigemaßen schneefrei und wenig befahrenen Straßen zu finden, auf denen ich laufen kann. Und da gibt es nicht viele. Im Winter ist das Training eher langweilig, weil ich nicht so viele Strecken zur Auswahl habe.Heute hatten wir wieder mal Nebel und kalten Wind. Wobei der Wind im Wald nicht so schlimm war. Seit langem habe ich auch mal wieder zwei Rehe aufgescheucht.
Bei Viki habe ich heute gelesen: "Warum bloggen?" Während dem Laufen habe ich mich mit dieser Frage beschäftigt. warum schreibe ich diesen Blog? Ich bin ganz ehrlich: Keine Ahnung! Früher hat man Tagebuch geschrieben, heute macht man das im Netz und die ganze Welt kann daran teilnehmen. Allerdings würde ich nie meine Ängste und Sorgen, Privates in einen Blog schreiben. Das geht die Welt nichts an. Dieser Blog macht mir einfach nur Spaß. Eigentlich schreibe ich ihn für mich. Aber es ist schön, zu sehen wie viele Menschen ihn (täglich) lesen. Dafür ein herzliches Dankeschön. Ich habe über diesen Blog auch schon einige andere Läufer aber auch Nichtläufer kennengelernt. Nicht nur im Netz, sondern auch beim Laufen, im richtigen Leben. So werde ich den Blog weiterführen, nicht regelmäßig, aber immer wieder. denn ich denke es ist nicht wichtig täglich zu bloggen. Denn täglich über mein Laufen zu berichten, finde ich nicht so spannend. Deshalb heißt der Blog ja: Laufen und mehr. Auch wenn das "mehr" eigentlich weniger ist. Aber besser als gar nicht.
Jetzt freue ich mich aufs Wochenende, das Wetter soll ja noch stabil bleiben. Und vielleicht habe ich ja das Glück, dass es die Sonne doch durch den Nebel schafft. Dann ist das Laufen durch das Laub noch schöner, denn dann schauen die Blätter golden aus.

09 November 2011

Das Kratzen im Hals

... spüre ich immer noch, aber ich bin nicht mehr schlapp. Der Ruhetag am Montag hat mir gut getan. Gestern hat mich dann nichts zu Hause gehalten. Der strahlende Sonnenschein und Temperaturen um die 15°, da musst ich einfach los. Ich wollte auf den Körper hören, nicht zu lange laufen, nicht zu schnell. Einfach nur so. Die ersten beiden Kilometer waren dann auch sehr zäh und so wollte ich nur eine 6 Km Runde drehen. Aber je länger ich lief umso besser lief es. Und so habe ich hier und da noch ein Schleifchen drangehängt. So kam ich am Ende auf 15,5 Km und 87 Minuten. Upps, so schnell wollte ich doch gar nicht. Aber ich habe auf meinen Körper gehört und der wollte so.
Das Kratzen im Hals habe ich immer noch, aber jetzt auch keine Stimme mehr.

07 November 2011

Tabletten statt Laufschuhe

Schon seit Samstagabend verspüre ich ein Kratzen im Hals. Gestern Morgen habe ich das noch ignoriert und war laufen. Allerdings war es mehr ein Qual als ein Genuss. den Rest des Sonntags habe ich mich dann irgendwie durchgeschleppt, um ab 19 Uhr selig am Sofa zu schlafen.
Heute morgen ging es mir auch nicht sehr viel besser, aber in die Arbeit bin ich, obwohl mir nicht danach war. Draußen ist herrlicher Sonnenschein, echtes Kerstin-Laufwetter, aber ich bleibe zu hause. Ich fühle mich immer noch schlapp. Ich habe lange überlegt, ob ich laufen soll. wenigstens eine kleine Runde. Aber letztendlich hat die Vernunft gesiegt. Lieber heute nicht, dafür geht es mir dann morgen wieder besser. Hoffe ich! Jetzt werde ich mich aufs Sofa zurückziehen, ein bisschen lesen und Halsbonbons lutschen! Morgen soll ja auch wieder schönes Wetter sein. Und dann gibt es hoffentlich auch wieder Laufschuhe statt Tabletten.

04 November 2011

Das Ergebnis

Der Feiertagsblues ist vorbei und was ist dabei herausgekommen? Ein flotter Lauf! 
Nach meinem letzten großen Wettkampf habe ich beschlossen, das Laufjahr ruhig ausklingen zu lassen. Egal wie viele Kilometer dieses Jahr noch hinzu kommen. So ging ich gestern bei herrlichem Sonnenschein ganz unbeschwert laufen. Und wie so oft, wenn ich "einfach" so laufe, war ich mal wieder superschnell unterwegs. Und das, obwohl ich eine sehr hügelige Strecke gelaufen bin. Am Ende ist dann schon der Ehrgeiz wieder erwacht. Wenn ich feststelle, dass ich schnell unterwegs bin, will ich das Tempo auch bis zum Ende durchziehen. Ein bisschen Beißen muss dann schon sein. Hinterher habe ich mich so richtig gut gefühlt. Heute habe ich einen Ruhetag eingelegt, morgen werde ich Radfahren und am Sonntagvormittag dann nochmal einen schöne Lauf machen. In welchem Tempo auch immer.

01 November 2011

Feiertagsblues

Heute hatte ich irgendwie Feiertagsblues. Obwohl ich zu Hause eigentlich genug zu tun hatte, konnte ich mich zu nichts aufraffen und schlich nur herum. Der Nebel wollte sich auch nicht auflösen. Draußen war es also so, wie ich mich innerlich fühlte. Das Einzige, was mir da hilft ist, den Schweinehund aus der Hütte zerren, rein in die Laufschuhe und los. So habe ich es dann auch gemacht. Auch wenn die ersten Kilometer schwer fielen. Irgendwann lief es dann einfach. Und weil ich mich so gut gefühlt habe beim Laufen, bin ich danach gleich noch eine Runde mit dem MTB gefahren. Die Sonne hat es nicht durch den Nebel geschafft, aber mein Befinden war wieder gut. Ich bringe zwar zu Hause immer noch nichts auf die Reihe, aber das ist mir egal. Die Arbeit macht mir eh keiner. Hauptsache der Feiertagsblues ist vorbei.

29 Oktober 2011

Albmarathon: Nachtrag

2010
Wie die beiden Bilder beweisen ist der skurrile Satz, den ich im letzten Jahr von einer Läuferin hörte, richtig: "Beim Albmarathon ist eigentlich fast immer schönes Wetter, meistens!" Diese Jahr war es etwas diesiger, letztes Jahr waren in der Früh dafür mehr Wolken. Schön in jeder Hinsicht war es bei beiden Läufen.

2011
Auch die Debatte um das "Tieferlegen" des Albmarathons ist vorbei. Gestern kam die Meldung, dass weiterhin auf den Hohenstaufen gelaufen werden darf.
Im Europacup bin ich auf Platz 14 gelandet. Insgesamt waren es nur 19 platzierte Frauen. Ich bin aber trotzdem zufrieden mit mir. Auch, weil ich meine Vorjahreszeit beim Albmarathon um 20 Minuten steigern konnte. Ein schöner Wettkampfabschluss. Liefen doch meine gemeldeten Marathons nicht so, wie ich es erhofft hatte.
Außerdem habe ich die letzten Kilometer mit Günther Jauch zurückgelegt. Auch wenn ich es nicht wusste. Ein Mitläufer lief zu mir auf, erzählte mir, dass ich ihn schon bei Km 40 überholt hatte und er ganz erstaunt ist mich wieder eingeholt zu haben. Mir war es egal, denn ich war ja auf Rekordkurs. Erst beim Suchen seines Namens in der Ergebnisliste, sah ich, dass es Günther Jauch war. Wenn auch nicht der bekannte Günther Jauch. Ich finde das aber immer noch witzig.

28 Oktober 2011

Gedanken

Diese Woche habe ich es ruhig angehen lassen. Nachdem, bis auf den Silvesterlauf in Nürnberg, keine Wettkämpfe mehr anstehen, werde ich den Rest des Jahres ruhig ausklingen lassen. Und der Silvesterlauf wird mehr ein "aus dem Jahr rauslaufen" werden. Denn nach den vielen Ultras, habe ich im Moment einfach nicht die Schnelligkeit, die ich für einen 10 Km Lauf brauche.
Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich an Silvester den letzten Wettkampf in der Altersklasse W 40 mache. Wie doch die Zeit vergeht. Aber egal, ich bin gesund und das ist das Wichtigste.

Im Stern habe ich letztens einen Bericht über Steve Jobs gelesen. Darin wurde allgemein die Frage gestellt: "Wenn ich morgen sterben müsste, würde ich dann tun, was ich heute tue?" Nachdem ich nach dem Motto lebe: "Liebe das Leben, als wäre es jeden Augenblick zu ende", kann ich diese Frage bejahen. Ich würde auf jeden Fall laufen gehen, den Lauf durch die Natur noch einmal genießen und dann gleich noch mit dem Mountain-bike eine schöne Tour machen. Außerdem würde ich mit meinen Kinder schön essen und es genießen. Also einen ganz normalen Tag verbringen. Gut in die Arbeit würde ich nicht gehen, da würde ich einen Tag Urlaub nehmen.
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich einen Lebenskrise habe oder unzufrieden bin. Mich hat der Artikel einfach nur nachdenklich gemacht. Ich habe festgestellt, dass ich mit meinem Leben zufrieden bin, denn sonst würde ich wohl am letzten Tag meines Lebens nicht das machen, was ich immer mache.
Heute Nachmittag werde ich auf jeden Fall noch eine MTB-Tour machen. Den schönen Herbsttag und das Leben genießen.

22 Oktober 2011

Der Albmarathon: Immer eine Reise wert

am Start
Oder einfach ein perfekter Tag. Wenn ich nicht so müde wäre, würde ich tanzen. Aber das ich glücklich bin habe ich beim zurückfahren gemerkt. Wenn ich Auto fahre, die Musik ganz laut habe und mitsinge, dann geht es mir gut. Und das habe ich 192 km lang gemacht.
Aber mal von vorne. Schon bei der Ankunft war Sonnenschein, keine Wolke am Himmel, aber eisig kalt. Echtes Kerstin-Laufwetter. Die Startnummern-ausgabe verlief reibungslos, nur die vielen Nachmelder mussten Schlange stehen. Kurz vor dem Start diskutierten ich noch mit zwei Bekannten darüber, wie "angezogen" man läuft. Ich ging kurz vor die Tür und entschied für mich, dass ich Jacke und Handschuhe erste gar nicht mitnehme. Nach ein paar Kilometer ist mir eh beides zu warm und ich muss es nur mitschleppen. Eine weise Entscheidung im Nachhinein.
Vorgenommen hatte ich mir für den Lauf überhaupt nichts. Durchkommen, Zeit egal, Bilder machen, Spaß und die Europacupwertung haben. denn deswegen liefich ja hier.
Letztes Jahr bin ich nach 6:11 h ins Ziel gekommen. Ein bisschen liebäugelte ich aber schon damit, ein bisschen näher an die 6h-Marke zu kommen. Wenn nicht, auch egal. Das Einzige, was ich dieses Jahr andersmachen wollte, war: Schneller anlaufen, die Berge länger hochlaufen, aber trotzdem nicht zu viele Körner schon am Anfang verpulvern. Und auch das war eine gute Entscheidung. 
Bis Km 10 ist es ziemlich wellig, es erinnert an meine Trainingsstrecken. Aber ich konnte alles gut laufen. Die eigentlichen Berge kommen zwischen Km 16 und 33. Dann aber geballt. Nicht umsonst sind in Schwäbisch Gmünd 1070 hhm zu bewältigen. Das hieß für mich, dass ich hier Zeit brauche. Die Berge ging ich hoch, konnte danach aber, im Gegensatz zu letztem Jahr, immer wieder in flottes Tempo fallen. Und dann erwachte auch der lange vermisste Ehrgeiz. Ab Km 37 geht es praktisch nur noch bergab. Ein Blick auf die Uhr: 90 Minuten für 13 Km um die 6:00 h zu erreichen. Das musste doch reichen?! Ich hatte noch immer gute Beine, was mich am meisten überraschte. Und so lief ich die letzte 10 Km mit einem Tempo zwischen 5:30 und 6:00 Minuten. Mit Bilderstopps. Soviel Zeit muss sein. 
Und es war viel mehr drin, als ein Zeit um die 6:00 h. Das stellte ich auf den letzten 10 Km schnell fest. Eine 5:55 h vielleicht? Weit gefehlt. Im Ziel war ich nach 5:50 h. Müde zwar, aber überglücklich. Wenn ich an alles geglaubt hatte, an das nicht. 
21 Minuten schneller als letztes Jahr. Da hat sich jeder gequälte Trainingskilometer gelohnt. Hatte ich letztes Jahr noch in der Überschrift: Ein Muss im Läuferleben, heute war er eine Reise wert.

19 Oktober 2011

Alb Marathon Schwäbisch Gmünd

Wegmarkierung
Wie letztes Jahr starte ich auch diese Jahr wieder in Schwäbisch Gmünd beim Alb Marathon. Eigentlich hatte ich diesen Lauf in meiner Jahresplanung nicht berücksichtigt. Aber wie sooft, kommt es anders als man denkt.
Warum? Ganz einfach: Auch der Alb Marathon zählt zum Europacup. So wie der Rennsteig und Biel. Und mit drei erfolgreich beendeten Rennen ist man in der Europacupwertung. Bringt mir zwar nichts. Klingt aber gut! So werde ich also am Samstag einmal mehr dem großen gelben A folgen. Hatte ich gestern noch das Gefühl, keinerlei Motivation für den Lauf zu haben, jetzt, da ich diese Blog schreibe, habe ich ein Kribbeln im Bauch. Mittlerweile freue ich mich drauf.

zweiter Anstieg, Km 25
Der Alb Marathon mit seinen drei Bergen und über 1000 hhm ist mit Sicherheit nicht einfach. Aber die wunderschöne Aussicht entschädigt für die Anstrengung. Das Wetter soll sonnig, wenn auch kalt werden. Die Versorgung unterwegs habe ich in guter Erinnerung. Wichtig ist zu finishen, die Zeit ist egal. Wie immer steht der Spaß im Vordergrund. Wenn ich auch oft gefragt werde, ob man bei "Sowas" Spaß haben kann. Ja klar! Gemütlich laufen, Landschaft und Leute genießen, Bilder machen und ab und an ein Pläuschchen halten, dass ist für mich Spaß. Und genauso werde ich laufen.
Es wird meine letzter Wettkampf dieses Jahr sein, wenn ich mal vom Silvesterlauf absehe. Aber der zählt nicht als Wettkampf, sondern als Jahresausklang.
Es scheint so, als hätte ich nach Biel doch noch mal ein Ziel und das ist am Marktplatz von Schwäbisch Gmünd.

17 Oktober 2011

Coast2CoastAndBack

Achim und ich mit seinem Kalender



Am Samstagabend war ich bei einem interessanten Vortrag von Achim Heukemes.





Achim hat von Juni bis September Nordamerika durchquert. Das ist wohl an sich nichts besonderes, aber es war eine Doppeldurchquerung.
Von New York nach San Diego 6000 Km auf dem Rad in 24 Tagen und zurück 5000 Km zu Fuß. 55 Tage. Nonstop!!
Zu den Feierlichkeiten zu 9/11 war er wieder in New York. Das hat bisher noch niemand geschafft, geschweige denn gewagt. Aber Achim!
Er hat tolle Bilder und Geschichten von diesem Projekt mitgebracht. Hier könnt ihr das Projekt nachlesen.So verging der Abend wie im Flug.
Sollte sich für euch einmal die Gelegenheit ergeben Achim live zu hören, solltet ihr das unbedingt tun. Aber Vorsicht!! Man kommt eventuell auf dumme Ideen.

Achim und ich beim 6h-Lauf 2009 in Nürnberg

Ich habe Achim Heukemes vor ein paar Jahren persönlich kennengelernt. Wann genau weiß ich nicht mehr. 2009 bei meinem persönlichen 6h- Rekordlauf war er auch dabei. Ein bisschen verändert haben wir uns wohl beide.

15 Oktober 2011

Trainingsfaul?? Wie weggeblasen

strahlend blauer Himmel
Ich glaube, ich hatte nur den Regenblues. Schon am Donnerstag war ich wieder laufen. Eigentlich hatte ich diese Woche nur drei Läufe geplant. Ich wollte mich ein bisschen ausruhen vor dem letzten, großen Lauf  in diesem Jahr: Albmarathon in Schwäbisch Gmünd. Letztes Jahr war ich auch schon dort. Ein wunderschöner, wenn auch anstrengender Landschaftslauf. Doch dazu nächste Woche noch mehr.
schön gepflügt
Wie gesagt, eigentlich hatte ich drei Läufe geplant: Montag, Mittwoch, verschoben wegen Starkregen, der auch mich zu Hause hält und Samstag. Gestern war ich nach der Arbeit sehr müde und da bewährt sich bei mir das Mittel "Laufen". Früher hätte ich mich aufs Sofa gelegt und hätte den ganzen Tag verschlafen. Mittlerweile ziehe ich mir die Laufschuhe an. Frische Luft macht auch wach. Auch wenn die erste halbe Stunde wirklich nicht leicht ist. Es fiel mir gestern also sehr schwer. Aber wenigstens ein kurzes Läufchen zum Wachmachen sollte es eben schon sein. Und wenn ich dann mal laufe, dann laufe ich halt. Es waren dann doch wieder 80 Minuten.
Heute habe ich dann noch einen langsamen Lauf gemacht. Ich hatte die Kamera dabei und keine Eile. Die Strecke sehr hügelig und in der Sonne, die noch gut wärmt. Strahlend blauer Himmel, nur ich und die Natur. Ein Traum. Die Bäume färben sich langsam, fast alle Felder sind abgeerntet , manche auch schon gepflügt. Und überall sind die Traktoren unterwegs.

Stoppelfeld
Das Einzige, was ich mir vorgenommen hatte, war alle Berge zu laufen. Und das waren einige. Aber ich habe mich tapfer hochgekämpft. Schließlich konnte ich mich ja bei den Fotopausen wieder erholen. Nach zwei wunderschönen Stunden war ich wieder zu Hause. Das ich mich hervorragend fühle muss ich wohl nicht erwähnen. Ich liebe diese Gefühl nach dem Laufen, diese müde, zufriedene, ich-habe was-gemacht- Gefühl-

12 Oktober 2011

Es regnet und ich bin trainingsfaul ...

... was bei mir ganz selten vorkommt. Noch dazu, da ich gestern bis 17 Uhr arbeiten musste und nach einem 10 1/2 h Tag fehlt mir die Bewegung. Deshalb hatte ich mich heute auf einen schönen Lauf gefreut. Normalerweise hält mich Wetter ja nicht ab, aber ich stelle schon länger fest, das ich mich nicht so richtig aufraffen kann, um zu laufen. Aber wer weiß, es wird schon einen Grund haben, warum der Kopf "Nein" sagt. So werde ich mich heute anderen Dingen hingeben. Im Haushalt habe ich auch noch genug zu tun.
Und ganz faul war ich diese Woche auch nicht. Am Montag war ich ja schließlich laufen. Und nach einer Woche nur Radfahren, war das wunderschön. Vor allem hat mir nichts wehgetan. Die letzten Wochen hatte ich doch beim Laufen schwere Beine. Gestern nicht, es lief sich locker und leicht. Es war meine Laufwetter und ich habe die Ruhe beim Laufen genossen. Und wenn ich in einer Woche mal keine 60 km laufe, auch mit nur dreimal laufen, schaffe ich wohl knapp an die 50 Km. Das langt auch. Hauptsache ich mache was.
Der Altweibersommer scheint vorbei zu sein, alles ist im Moment trist und grau. Aber zum Wochenende soll es ja wieder schön werden. Der goldene Oktober kommt zurück. Wenn wohl auch nicht so warm wie letzte Woche, aber egal, Hauptsache es regnet nicht. Da ist dann noch genug Zeit Kilometer zu machen.

03 Oktober 2011

Stadtlauf Nürnberg

Schon fast traditionell laufe ich seit Jahren am 3. Oktober den Stadtlauf in Nürnberg mit. Mal mehr mal weniger erfolgreich. Nachdem in diesem Jahr bei mir Wettkampftechnisch die Luft raus, ist habe ich beschlossen, diesmal die Sache ganz entspannt anzugehen. Anders als die Jahre vorher.
Da ich diese Woche eine Woche Urlaub habe und zum Radfahren fahre, wollte ich noch was für die Laufkilometer tun. So bin ich locker und entspannt erst die 10 Km gelaufen und danach noch beim Halbmarathon gestartet. Das geht in Nürnberg, denn die 10 Km werden um 11:30 Uhr gestartet, der Halbmarathon um 13:30 Uhr. Wie letztes Jahr, liefen auch meine Freunde vom Laufclub 21 mit. Da ich aber etwas langsamer unterwegs war als letztes Jahr, waren die Marathonis schon im Ziel. So konnten wir nicht gemeinsam einlaufen. Die Freude im Ziel, als ich sie alle wieder traf, war trotzdem groß.
Ich habe beide Läufe sehr genossen. Ich habe zwei Trainingseinheiten mit Wettkampfatmosphäre gehabt und bin jetzt rundum zufrieden mit mir und der Welt. Und jetzt freue ich mich drauf, eine Woche mal keine Laufschuhe zu sehen.

29 September 2011

Läufer

Ich glaub ich hab es von Ultra ist gut, aber ich weiß es nicht mehr genau. Ist aber auch egal, denn ich finde es gut und regt zum Nachdenken an. 
 
Es gibt Schönwetter-Läufer, die schnüren die Schuhe nur:
  • wenn es nicht zu kalt ist
  • wenn nicht zu warm
  • wenn weit und breit kein Regen in Sicht ist
Dann gibt es die Saison-Läufer, gelaufen wird vom Frühjahr bis Herbst, im Winter Pause, weil:
  • zu kalt
  • zu glatt 
  • zu eisig 
  • zu windig 
  • zu nass 
und dann die Allwetterläufer, die bei jedem Wetter anzutreffen sind, egal,
  • ob es regnet 
  • ob es schneit 
  • ob es stürmt 
  • bei Glatteis 
  • bei Hitze 
  • bei Kälte 
  • wenn es schwül ist
Ich gehöre eindeutig zu den Allwetterläufern. Wobei ... im Winter laufe ich lieber als im Sommer. Ich bin mehr der Läufer der es kühl mag. Ab 20° ist es mir ja fast schon zu warm. Wobei ich im Moment viel im Wald laufe. Da ist es einfach wunderschön und es riecht so gut. Nach feuchtem Wald und Pilzen. Kennt ihr den Geruch. Im Sommer riecht es anders. Trockener, nach Buzzelkühen.
Zum Glück ist aber die ganz heiße Jahreszeit vorüber. Auch nächste Woche soll ja so ein schöner Altweibersommer bleiben.
Am Montag werde ich beim Stadtlauf Nürnberg starten. Wie die letzten Jahre auch. Wobei der Lauf nicht unbedingt auf meiner Lieblingsstrecke ist. Ich werde den Halbmarathon als Trainingslauf benutzen. Die Luft ist raus, schnell bin ich im Moment auch nicht. Und vorgestern habe ich für Schwäbisch Gmünd gemeldet. Da kommt so ein Halbmarathon mit Wettkampfcharakter gerade recht.

25 September 2011

Morgenlauf

Nachdem ich um halb acht heute morgen aufgewacht bin, hat mich nichts mehr im Bett gehalten. Katzenwäsche, Kamera geholt und ab in die Laufschuhe. Die morgendliche Kühle und die Sonne, wunderbar. Da ich aber um 9 Uhr den Berlinmarathon anschauen wollte habe ich nur einen kurzen Lauf gemacht. Ich habe mich gut gefühlt und es laufen lassen. So bin ich die fast 7 Km mit einem 5:15 min Schnitt gelaufen. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Und es war gar nicht anstrengend. Und das ich mich jetzt so richtig gut fühle muss ich wohl nicht betonen. Heute Nachmittag will ich noch eine MTB-Tour machen und abends nochmal laufen. Das Wetter muss ich einfach ausnutzen.

24 September 2011

Wetter

Im Moment ist so schönes Laufwetter, ich mache fast nichts anderes Schon in der Arbeit überlege ich, wo ich laufen werde. Nach dem Badenmarathon habe ich einen Tag Kraft getankt. Doch seit Dienstag bin ich wieder unterwegs. Obwohl es mir schon schwer fiel zu laufen. aber ein langsamer Lauf macht auch Spaß. Zu sehen wie die Natur sich auf den Winter vorbereitet. Viele Bäume verfärben sich, die ersten Blätter liegen schon auf dem Weg. Ich laufe gerne durch das raschelnde Laub. Viele Pilze sind am Wegesrand. Die schauen wunderschön aus. Und die Sonnenblumen strahlen mit der Sonne um die Wette. Da ist es doch egal wie schnell man ist. Hauptsache die Natur genießen. Und am Freitag hatte ich wieder so einen Lauf. Eigentlich war ich müde, aber bei dem tollen Wetter zu hause bleiben? geht gar nicht. Also ab in die Schuhe und raus in den Wald. das tat gut. Und als ich daheim war, hatte ich 16 Km in Wettkampftempo hingelegt. Und das mit ca. 350 Höhenmetern dabei. Aber die Berge habe ich gar nicht richtig wahrgenommen.
Morgen werde ich mir erstmal den Berlinmarathon anschauen. Und danach? Na klar, da gehe ich dann gleich laufen.

19 September 2011

Vom Wollen ...

... aber nicht Können. So ist mein Karlsruhemarathon wohl am besten zu beschreiben. Um es vorweg zu nehmen, ich habe dieses Jahr keinen Marathon gefinisht. Aber ganz ehrlich, auch egal. Ich ärgere mich nicht mal drüber. Denn in diesem Jahr habe ich mir mit dem Rennsteig und Biel meinen ganz persönlichen Träume erfüllt. Was will ich also mehr.
Aber jetzt zum Badenmarathon, wie er richtig heißt. Gut waren die Vorzeichen zu diesem Lauf nicht. Schon am Samstag fühlte ich ich schlapp, hatte Magendrücken, keinen Appetit und konnte auch nichts trinken. Was im Vorfeld eines Marathons ja nicht so gut ist. Auch die Wetterprognosen versprachen nichts Gutes. Bielwetter! Also kalt und Regen. Aber wegen diese Vorzeichen absagen? Geht gar nicht, zumal ich mich auf das Wiedersehen mit meinen Freunden des Laufclubs freute.
Benny ist guter Dinge - wie immer
Am Sonntagmorgen quälte ich mich also aus dem Bett. Ich fühlte mich immer noch nicht fit. Und zum Magendrücken kam auch noch Durchfall, super! Schon auf der Fahrt nach Fürth schüttet es wie aus Kübel, was meine Stimmung auch nicht unbedingt hob. Aber ich dachte mir, es kann ja bis 8:30 Uhr schütten, wenn es dann trocken bleibt, langt das auch. Und so war es. In Karlsruhe war typisches Kerstin-Laufwetter: Kühl, 14°, kein Regen. Das hob meine Stimmung, das Befinden nicht, obwohl sich mein Magen etwas beruhigt hatte.
Frohen Mutes ging ich in meinen Startblock, immernoch der Meinung, ich laufe den Marathon. Am besten auch noch um die 4 Stunden. Optimismus ist alles oder: Frau muss einfach an sich glauben.
Ich konnte auch ganz gut loslaufen, ohne Probleme vom Start weg mit einem 5:30er Schnitt. Was wollte ich mehr. Aber schon nach wenigen Kilometer regte sich alles in mir. Ich wurde langsamer, was mir aber nichts ausmachte. Ich wollte den Marathon laufen, egal in welcher Zeit. Ab Kilometer 10 überlegte ich, ob ich in die zweite Runde gehen sollte oder doch ins Ziel. Ausschlaggebend war dann Kilometer 16. Dort standen Sanitäter, die, gerade als ich vorbeilief, gerufen wurden. 300 m weiter lag ein Marathonläufer. Das sah nicht gut aus. Da habe ich beschlossen, dass ein Halbmarathon heute reicht. Man muss auch mal auf seinen Körper hören. Ich lief langsam und nachdenklich weiter, fühlte mich, als hätte ich schon 80 Km in den Beinen. Als ich nach über 2 Stunden ins Ziel lief, war ich richtig froh. Ich glaube ich hätte ewig für die zweite Runde gebraucht oder auch einen Sanitäter.
Nach einer Stunde im Ziel ging ich zu Kilometer 40 zurück und wartete dort auf die Marathonis, um gemeinsam mit ihnen noch einmal ins Ziel zu laufen.

Micha und Benny freuen sich, dass ich sie nicht eingeholt habe
Heute fühle ich mich, als wäre ein Panzer über mich gerollt. Training? Nein, danke. Ich bin müde, wie schon lange nicht mehr. Auch mein Magen meldet sich noch. So werde ich die Woche gemütlich angehen. Nur trainieren wenn ich mich gut fühle. Damit ich beim nächsten Wettkampf nicht nur will sondern auch wieder kann.

13 September 2011

Herbstlich

Am Sonntagmorgen beim Laufen fiel mir auf: Jetzt wird es Herbst!! Schlagartig. Warum? Ich habe die ersten Spinnennetze mit Tau gesehen. Wunderschön. Wie immer hatte ich keine Kamera dabei. Aber so ist es halt. Und als ich gestern lief lagen am Weg auch schon die ersten braunen Blätter. Dafür war es herrlich zu laufen. In der Sonne war es nicht mehr so stechend wie noch im August. Und im Schatten war es wunderbar kühl. Mein Laufwetter eben. Und da ich Zeit hatte, bin ich einfach gelaufen und habe genossen. So kamen am Ende fast 22 Km zusammen. 
Lange habe ich darüber nachgedacht, wie ich am Sonntag den Karlsruhe-Marathon laufen soll. Nach den vielen langen Läufen und Wettkämpfen fühle ich mich nicht in der Lage, einen Marathon schnell zu laufen. Und so habe ich für mich beschlossen, dass ich bei Kerstin Laufwetter mein Tempo laufe und schau, was dabei rauskommt. Und wenn es mir zu warm ist, werde ich einfach gemütlich laufen. Vielleicht findet sich ja jemand den ich begleiten kann. Aber diesmal laufe ich den Marathon. Denn in Würzburg und Fürth bin ich ja nur Halbmarathon gelaufen. Ein Marathon sollte es dann schon sein im Jahr. Und vielleicht ist es ja in Karlsruhe auch schon Herbst.

05 September 2011

Danke

für die lieben Kommentare zu meinem letzten Eintrag.
Laufen bzw. Sport gehört für mich zum Leben, wie etwa das morgendliche Zähneputzen oder in die Arbeit gehen. Alleine der Geadnke, nicht laufen zu können, macht mich unruhig. Im Urlaub mal nicht zu laufen, das geht, aber wegen Zeitmangels ... das geht bei mir praktisch gar nicht. Ich bekomme dann schon fast ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht laufe, ich weiß absoluter Blödsinn. Leider bin ich so ehrgeizig, das grundsätzlich alles verbessert werden muss. Wobei ich mittlerweile feststelle, das mir das Ultralaufen viel mahr Spass macht, als Marathon. Im Marathon zählen doch nur die Zeiten. klar, auch beim Ultragibt es die ganz schnellen., aber der größte Teil ist doch wohl der Genussläufer. Und beim Ultra bin ich das. Beim marathon habe ich die Zeitenjagd leider noch nicht aufgegeben. Aber vielleicht schaffe ich das ja auch noch.

01 September 2011

ein bißchen Stolz ...

... bin ich jetzt schon auf mich. Ich dachte immer, dieses Jahr läuft das Training nicht so toll. Noch immer habe ich keinen Marathon in meiner Wettkampfstatistik. Aber andererseits ... wenn ich gelaufen bin dann halt auch mal zwei Marathons in einem Wettkampf. Seit Jahren führe ich ein Lauftagebuch. Und siehe da, als ich gestern so die Jahreskilometer verglichen habe, habe ich dann festgestellt, dass ich diese Jahr schon viel mehr gelaufen bin als letzten Jahr zur gleichen Zeit.


Wenngleich ich auch bis Mai nicht ganz soviel gelaufen bin wie im Vorjahr. Letztes Jahr musste ich dann nach einer Operation im Mai mit dem Training bis fast Ende Juni aussetzen. 
Mit dieser Statistik bin ich mehr als zufrieden und kann jetzt erstmal drei Tage mit dem Training aussetzen und mein Wochenende ohne Laufen genießen. Und das ohne schlechtes Gewissen!!

30 August 2011

doppeltes Glück

Jetzt hatte ich aber Glück. Die heißeste Woche des Jahres fiel genau in die Woche nach dem 21 h Lauf, in meine Regenerationswoche. Aber auch so wäre ich nicht gelaufen. Es war mir einfach zu heiß. Komisch, endlich scheint die Sonne, jammern wir, das es zu heiß ist.
Wobei ... am Donnerstag war ich laufen. Im Wald, da war's angenehm, 5 Km, regenerativ. Ganz langsam. Das hat auch gelangt.
Am Samstag, an diesem wunderschönen Herbsttag im August (!!), war ich auch unterwegs. Es lief richtig gut. Keine schweren Beine, kein schmerzendes Knie. Und mein Laufwetter. Am Sonntag kam dann auch noch die Sonne dazu. Und schon war ich wieder zwei Stunden unterwegs. Diesen Monat schaffe ich auch seit langem mal wieder die 300 Km.
Das Wetter soll  ja so bleiben. Sonnig, zwischen 20 und 25°. Herrlich!! Und nächste Woche auch noch Urlaub. Besser geht es nicht. Laufen und Radfahren, sehr viel mehr habe ich nicht geplant. Warum auch!? Glück muss man haben

23 August 2011

21 Stunden oder der nächste Hunderter

21 h, 34 Runden, 102 Kilometer, 3 Stunden Schlaf, drei durch-
geschwitzte Laufhemden und ich weiß nicht wie viele Liter Wasser, das ist meine Bilanz vom 21h-Lauf des Laufclub 21 am Samstag in Nürnberg. Dazu viel Spaß, viele ernste, lustige, lehrreiche und unterhaltsame Gespräche. Aber auch Runden schweigend nebeneinander.
Am Anfang waren wir zu dritt, die vorhatten, die 21 h komplett zu laufen. Dann waren wir zu viert. Am Ende ist aber nur der Mauerhannes die ganze Nacht gelaufen.
15 Uhr, 32° C, in Schatten ganz angenehm, ca. 20 Mitläufer. Ich lass es ruhig angehen, schließlich habe ich 21 Stunden vor mir. Auch an der Versorgungsstation lasse ich mir Zeit. Der Gedanke an 21 Stunden stört mich nicht. Wie immer habe ich mir mentale Etappen gemacht. Bis es dunkel wird, die Nacht und der Sonntagvormittag. Und der Traum von 120 Km. Den Marathon habe ich ungefähr nach 6 h, hochgerechnet würde es also hinhauen mit meinen 120 Km. Die Mitläufer des Nachmittags wechseln. Einige hören auf, andere kommen dazu.
120 Km … aber bei einem Ultra weiß man nie, wie der Körper mitspielt, was alles passieren kann. Irgendwann in der Nacht bleibe ich mal eine halbe Stunde an der Versorgungsstation sitzen. Wir müssen philosophieren. Außerdem bleibt in der Nacht immer einer dort, man weiß ja nie. Es sind so viele Gestalten unterwegs, rund um den Dutzendteich. Seit es dunkel ist, laufe ich auch nicht mehr alleine. Ich habe immer einen Mann an meiner Seite, der sich meinem Tempo anpasst. Bis gegen 2 Uhr sind wir zu siebt, gegen Morgen nur noch zu viert. Irgendwann kommt dann doch die Müdigkeit und ich beschließe, den Schlafplatz im Auto aufzusuchen. Nach 27 Runden a 3 Km schmerzt auch der Rücken. Ich schlafe zwar nicht, aber das Liegen und vor sich hin dösen tut gut. Kurz vor Sonnenaufgang geht es weiter. Allerdings meldet sich jetzt mein Knie. An laufen ist nicht mehr zu denken. Aber es bleibt genug Zeit, schnell gehend, die Hundert Kilometer zu schaffen. Ein bisschen Ehrgeiz muss dann doch sein. Der Lauftreff vom Team Klinikum, hat sein sonntägliches Training vom Tiergarten an den Dutzendteich verlegt. Das ist nicht schlecht, denn das vertreibt die Müdigkeit. Mir sind sie aber zu schnell. Selbst am Sonntagvormittag kommen und gehen die Mitläufer. Die Dusche danach erfrischt. Sie vertreibt den Schmerz und die Müdigkeit. Dafür kommt der Hunger nach was Deftigem. Das gibt es beim gemütlichen Ausklang im Gutmann-Biergarten.
Auch diese 100 Km habe ich gut verkraftet. Keinerlei Schmerzen. Nur müde war ich am Sonntag. Diese Woche werde ich mal nicht laufen. Es ist sowieso sehr heiß gemeldet. Da wird mir das Faulsein nicht so schwer fallen. Meine Bilder findet ihr hier und hier ist Anitas Bericht.

18 August 2011

Leute wollt ihr ewig laufen???

Nein, es sind doch nur 21 Stunden!!

Meine nächste Herausforderung am kommenden Wochenende. Eine Idee von Olaf, Freund vom Laufclub 21. Deshalb auch die 21 Stunden.
Und wie sooft: Ich habe von dieser Idee gelesen und bin nicht mehr von ihr losgekommen. Klar, dass ich da dabei sein muss. Das Wetter soll trocken bleiben, die Runde ist ca. 3 Km lang und eben. Rund um den Dutzenteich in Nürnberg. Es ist kein Wettkampf; sondern ein Spaßlauf. Runden zählt jeder Läufer selbst. Jeder ist eingeladen, mitzulaufen. Jeder kann ein- bzw. aussteigen wann er will. Mehr Informationen dazu gibt es hier. Ich habe vor, komplett mitzulaufen, nicht schnell. Deshalb habe ich diese Woche auch nicht allzu viel trainiert und doch ein kleines Erfolgserlebnis gehabt. Am Dienstag bin ich völlig ungeplant 10 Km in Wettkampftempo gelaufen. Und ich dachte schon ich kann nicht mehr schnell. Das gibt mir ein wenig Auftrieb, will ich doch in Karlsruhe einen flotten Marathon hinlegen. Dafür trainiere ich am Wochenende. Ich habe dann halt drei bis vier lange, langsame Läufe.
Aber was soll's, es sind doch nur 21 Stunden.

15 August 2011

Das Waldnaabtal - eine Radtour

Nach einer unspektakulären Laufwoche haben wir gestern eine wunderschöne MTB-Tour durch das Waldnaabtal gemacht. Antenne Bayern hatte vor einiger Zeit "100 Orte in Deutschland, die man gesehen haben muss". Dort war auch das Waldnaabtal bei Windischeschenbach als "Grand Canyon der Oberpfalz" beschrieben. Als ich die Bilder angeschaut hatte, wusste ich, dass ich das unbedingt mal anschauen muss. Gestern war es also soweit.
Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich so wenige Bilder gemacht habe, denn es ist wirklich wunderschön. Zumindest bei Windischeschenbach. Wir sind von dort über die Waldnaabquelle bis zur Silberhütte gefahren. Einfach 60 Km, laut Radtourenführer 47 Km!! Und das, obwohl wir nur nach Wegweiser gefahren sind. Zwischendrin, war es nicht schön, denn es ging über wenig befahrene Teerstrassen. Von Tirschenreuth war ich begeistert, eine schöne Stadt mit einem wunderschönen Marktplatz und einer sehr guten Eisdiele. Und ab Naab ging es zwar stetig bergauf, aber immer an der Waldnaab entlang, die hier noch ein Rinnsal ist. Zwischendrin ging es an der Grenze zu Tschechien entlang, ein schöner Waldtrail. Nach einer Rast auf der Silberhütte fuhren wir dann dann über Plößberg und Wildenau nach Windischeschenbach zurück. Eine schöne, wenn auch anstrengende Radtour.