29 September 2011

Läufer

Ich glaub ich hab es von Ultra ist gut, aber ich weiß es nicht mehr genau. Ist aber auch egal, denn ich finde es gut und regt zum Nachdenken an. 
 
Es gibt Schönwetter-Läufer, die schnüren die Schuhe nur:
  • wenn es nicht zu kalt ist
  • wenn nicht zu warm
  • wenn weit und breit kein Regen in Sicht ist
Dann gibt es die Saison-Läufer, gelaufen wird vom Frühjahr bis Herbst, im Winter Pause, weil:
  • zu kalt
  • zu glatt 
  • zu eisig 
  • zu windig 
  • zu nass 
und dann die Allwetterläufer, die bei jedem Wetter anzutreffen sind, egal,
  • ob es regnet 
  • ob es schneit 
  • ob es stürmt 
  • bei Glatteis 
  • bei Hitze 
  • bei Kälte 
  • wenn es schwül ist
Ich gehöre eindeutig zu den Allwetterläufern. Wobei ... im Winter laufe ich lieber als im Sommer. Ich bin mehr der Läufer der es kühl mag. Ab 20° ist es mir ja fast schon zu warm. Wobei ich im Moment viel im Wald laufe. Da ist es einfach wunderschön und es riecht so gut. Nach feuchtem Wald und Pilzen. Kennt ihr den Geruch. Im Sommer riecht es anders. Trockener, nach Buzzelkühen.
Zum Glück ist aber die ganz heiße Jahreszeit vorüber. Auch nächste Woche soll ja so ein schöner Altweibersommer bleiben.
Am Montag werde ich beim Stadtlauf Nürnberg starten. Wie die letzten Jahre auch. Wobei der Lauf nicht unbedingt auf meiner Lieblingsstrecke ist. Ich werde den Halbmarathon als Trainingslauf benutzen. Die Luft ist raus, schnell bin ich im Moment auch nicht. Und vorgestern habe ich für Schwäbisch Gmünd gemeldet. Da kommt so ein Halbmarathon mit Wettkampfcharakter gerade recht.

25 September 2011

Morgenlauf

Nachdem ich um halb acht heute morgen aufgewacht bin, hat mich nichts mehr im Bett gehalten. Katzenwäsche, Kamera geholt und ab in die Laufschuhe. Die morgendliche Kühle und die Sonne, wunderbar. Da ich aber um 9 Uhr den Berlinmarathon anschauen wollte habe ich nur einen kurzen Lauf gemacht. Ich habe mich gut gefühlt und es laufen lassen. So bin ich die fast 7 Km mit einem 5:15 min Schnitt gelaufen. Das hatte ich schon lange nicht mehr. Und es war gar nicht anstrengend. Und das ich mich jetzt so richtig gut fühle muss ich wohl nicht betonen. Heute Nachmittag will ich noch eine MTB-Tour machen und abends nochmal laufen. Das Wetter muss ich einfach ausnutzen.

24 September 2011

Wetter

Im Moment ist so schönes Laufwetter, ich mache fast nichts anderes Schon in der Arbeit überlege ich, wo ich laufen werde. Nach dem Badenmarathon habe ich einen Tag Kraft getankt. Doch seit Dienstag bin ich wieder unterwegs. Obwohl es mir schon schwer fiel zu laufen. aber ein langsamer Lauf macht auch Spaß. Zu sehen wie die Natur sich auf den Winter vorbereitet. Viele Bäume verfärben sich, die ersten Blätter liegen schon auf dem Weg. Ich laufe gerne durch das raschelnde Laub. Viele Pilze sind am Wegesrand. Die schauen wunderschön aus. Und die Sonnenblumen strahlen mit der Sonne um die Wette. Da ist es doch egal wie schnell man ist. Hauptsache die Natur genießen. Und am Freitag hatte ich wieder so einen Lauf. Eigentlich war ich müde, aber bei dem tollen Wetter zu hause bleiben? geht gar nicht. Also ab in die Schuhe und raus in den Wald. das tat gut. Und als ich daheim war, hatte ich 16 Km in Wettkampftempo hingelegt. Und das mit ca. 350 Höhenmetern dabei. Aber die Berge habe ich gar nicht richtig wahrgenommen.
Morgen werde ich mir erstmal den Berlinmarathon anschauen. Und danach? Na klar, da gehe ich dann gleich laufen.

19 September 2011

Vom Wollen ...

... aber nicht Können. So ist mein Karlsruhemarathon wohl am besten zu beschreiben. Um es vorweg zu nehmen, ich habe dieses Jahr keinen Marathon gefinisht. Aber ganz ehrlich, auch egal. Ich ärgere mich nicht mal drüber. Denn in diesem Jahr habe ich mir mit dem Rennsteig und Biel meinen ganz persönlichen Träume erfüllt. Was will ich also mehr.
Aber jetzt zum Badenmarathon, wie er richtig heißt. Gut waren die Vorzeichen zu diesem Lauf nicht. Schon am Samstag fühlte ich ich schlapp, hatte Magendrücken, keinen Appetit und konnte auch nichts trinken. Was im Vorfeld eines Marathons ja nicht so gut ist. Auch die Wetterprognosen versprachen nichts Gutes. Bielwetter! Also kalt und Regen. Aber wegen diese Vorzeichen absagen? Geht gar nicht, zumal ich mich auf das Wiedersehen mit meinen Freunden des Laufclubs freute.
Benny ist guter Dinge - wie immer
Am Sonntagmorgen quälte ich mich also aus dem Bett. Ich fühlte mich immer noch nicht fit. Und zum Magendrücken kam auch noch Durchfall, super! Schon auf der Fahrt nach Fürth schüttet es wie aus Kübel, was meine Stimmung auch nicht unbedingt hob. Aber ich dachte mir, es kann ja bis 8:30 Uhr schütten, wenn es dann trocken bleibt, langt das auch. Und so war es. In Karlsruhe war typisches Kerstin-Laufwetter: Kühl, 14°, kein Regen. Das hob meine Stimmung, das Befinden nicht, obwohl sich mein Magen etwas beruhigt hatte.
Frohen Mutes ging ich in meinen Startblock, immernoch der Meinung, ich laufe den Marathon. Am besten auch noch um die 4 Stunden. Optimismus ist alles oder: Frau muss einfach an sich glauben.
Ich konnte auch ganz gut loslaufen, ohne Probleme vom Start weg mit einem 5:30er Schnitt. Was wollte ich mehr. Aber schon nach wenigen Kilometer regte sich alles in mir. Ich wurde langsamer, was mir aber nichts ausmachte. Ich wollte den Marathon laufen, egal in welcher Zeit. Ab Kilometer 10 überlegte ich, ob ich in die zweite Runde gehen sollte oder doch ins Ziel. Ausschlaggebend war dann Kilometer 16. Dort standen Sanitäter, die, gerade als ich vorbeilief, gerufen wurden. 300 m weiter lag ein Marathonläufer. Das sah nicht gut aus. Da habe ich beschlossen, dass ein Halbmarathon heute reicht. Man muss auch mal auf seinen Körper hören. Ich lief langsam und nachdenklich weiter, fühlte mich, als hätte ich schon 80 Km in den Beinen. Als ich nach über 2 Stunden ins Ziel lief, war ich richtig froh. Ich glaube ich hätte ewig für die zweite Runde gebraucht oder auch einen Sanitäter.
Nach einer Stunde im Ziel ging ich zu Kilometer 40 zurück und wartete dort auf die Marathonis, um gemeinsam mit ihnen noch einmal ins Ziel zu laufen.

Micha und Benny freuen sich, dass ich sie nicht eingeholt habe
Heute fühle ich mich, als wäre ein Panzer über mich gerollt. Training? Nein, danke. Ich bin müde, wie schon lange nicht mehr. Auch mein Magen meldet sich noch. So werde ich die Woche gemütlich angehen. Nur trainieren wenn ich mich gut fühle. Damit ich beim nächsten Wettkampf nicht nur will sondern auch wieder kann.

13 September 2011

Herbstlich

Am Sonntagmorgen beim Laufen fiel mir auf: Jetzt wird es Herbst!! Schlagartig. Warum? Ich habe die ersten Spinnennetze mit Tau gesehen. Wunderschön. Wie immer hatte ich keine Kamera dabei. Aber so ist es halt. Und als ich gestern lief lagen am Weg auch schon die ersten braunen Blätter. Dafür war es herrlich zu laufen. In der Sonne war es nicht mehr so stechend wie noch im August. Und im Schatten war es wunderbar kühl. Mein Laufwetter eben. Und da ich Zeit hatte, bin ich einfach gelaufen und habe genossen. So kamen am Ende fast 22 Km zusammen. 
Lange habe ich darüber nachgedacht, wie ich am Sonntag den Karlsruhe-Marathon laufen soll. Nach den vielen langen Läufen und Wettkämpfen fühle ich mich nicht in der Lage, einen Marathon schnell zu laufen. Und so habe ich für mich beschlossen, dass ich bei Kerstin Laufwetter mein Tempo laufe und schau, was dabei rauskommt. Und wenn es mir zu warm ist, werde ich einfach gemütlich laufen. Vielleicht findet sich ja jemand den ich begleiten kann. Aber diesmal laufe ich den Marathon. Denn in Würzburg und Fürth bin ich ja nur Halbmarathon gelaufen. Ein Marathon sollte es dann schon sein im Jahr. Und vielleicht ist es ja in Karlsruhe auch schon Herbst.

05 September 2011

Danke

für die lieben Kommentare zu meinem letzten Eintrag.
Laufen bzw. Sport gehört für mich zum Leben, wie etwa das morgendliche Zähneputzen oder in die Arbeit gehen. Alleine der Geadnke, nicht laufen zu können, macht mich unruhig. Im Urlaub mal nicht zu laufen, das geht, aber wegen Zeitmangels ... das geht bei mir praktisch gar nicht. Ich bekomme dann schon fast ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht laufe, ich weiß absoluter Blödsinn. Leider bin ich so ehrgeizig, das grundsätzlich alles verbessert werden muss. Wobei ich mittlerweile feststelle, das mir das Ultralaufen viel mahr Spass macht, als Marathon. Im Marathon zählen doch nur die Zeiten. klar, auch beim Ultragibt es die ganz schnellen., aber der größte Teil ist doch wohl der Genussläufer. Und beim Ultra bin ich das. Beim marathon habe ich die Zeitenjagd leider noch nicht aufgegeben. Aber vielleicht schaffe ich das ja auch noch.

01 September 2011

ein bißchen Stolz ...

... bin ich jetzt schon auf mich. Ich dachte immer, dieses Jahr läuft das Training nicht so toll. Noch immer habe ich keinen Marathon in meiner Wettkampfstatistik. Aber andererseits ... wenn ich gelaufen bin dann halt auch mal zwei Marathons in einem Wettkampf. Seit Jahren führe ich ein Lauftagebuch. Und siehe da, als ich gestern so die Jahreskilometer verglichen habe, habe ich dann festgestellt, dass ich diese Jahr schon viel mehr gelaufen bin als letzten Jahr zur gleichen Zeit.


Wenngleich ich auch bis Mai nicht ganz soviel gelaufen bin wie im Vorjahr. Letztes Jahr musste ich dann nach einer Operation im Mai mit dem Training bis fast Ende Juni aussetzen. 
Mit dieser Statistik bin ich mehr als zufrieden und kann jetzt erstmal drei Tage mit dem Training aussetzen und mein Wochenende ohne Laufen genießen. Und das ohne schlechtes Gewissen!!