29 Oktober 2011

Albmarathon: Nachtrag

2010
Wie die beiden Bilder beweisen ist der skurrile Satz, den ich im letzten Jahr von einer Läuferin hörte, richtig: "Beim Albmarathon ist eigentlich fast immer schönes Wetter, meistens!" Diese Jahr war es etwas diesiger, letztes Jahr waren in der Früh dafür mehr Wolken. Schön in jeder Hinsicht war es bei beiden Läufen.

2011
Auch die Debatte um das "Tieferlegen" des Albmarathons ist vorbei. Gestern kam die Meldung, dass weiterhin auf den Hohenstaufen gelaufen werden darf.
Im Europacup bin ich auf Platz 14 gelandet. Insgesamt waren es nur 19 platzierte Frauen. Ich bin aber trotzdem zufrieden mit mir. Auch, weil ich meine Vorjahreszeit beim Albmarathon um 20 Minuten steigern konnte. Ein schöner Wettkampfabschluss. Liefen doch meine gemeldeten Marathons nicht so, wie ich es erhofft hatte.
Außerdem habe ich die letzten Kilometer mit Günther Jauch zurückgelegt. Auch wenn ich es nicht wusste. Ein Mitläufer lief zu mir auf, erzählte mir, dass ich ihn schon bei Km 40 überholt hatte und er ganz erstaunt ist mich wieder eingeholt zu haben. Mir war es egal, denn ich war ja auf Rekordkurs. Erst beim Suchen seines Namens in der Ergebnisliste, sah ich, dass es Günther Jauch war. Wenn auch nicht der bekannte Günther Jauch. Ich finde das aber immer noch witzig.

28 Oktober 2011

Gedanken

Diese Woche habe ich es ruhig angehen lassen. Nachdem, bis auf den Silvesterlauf in Nürnberg, keine Wettkämpfe mehr anstehen, werde ich den Rest des Jahres ruhig ausklingen lassen. Und der Silvesterlauf wird mehr ein "aus dem Jahr rauslaufen" werden. Denn nach den vielen Ultras, habe ich im Moment einfach nicht die Schnelligkeit, die ich für einen 10 Km Lauf brauche.
Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich an Silvester den letzten Wettkampf in der Altersklasse W 40 mache. Wie doch die Zeit vergeht. Aber egal, ich bin gesund und das ist das Wichtigste.

Im Stern habe ich letztens einen Bericht über Steve Jobs gelesen. Darin wurde allgemein die Frage gestellt: "Wenn ich morgen sterben müsste, würde ich dann tun, was ich heute tue?" Nachdem ich nach dem Motto lebe: "Liebe das Leben, als wäre es jeden Augenblick zu ende", kann ich diese Frage bejahen. Ich würde auf jeden Fall laufen gehen, den Lauf durch die Natur noch einmal genießen und dann gleich noch mit dem Mountain-bike eine schöne Tour machen. Außerdem würde ich mit meinen Kinder schön essen und es genießen. Also einen ganz normalen Tag verbringen. Gut in die Arbeit würde ich nicht gehen, da würde ich einen Tag Urlaub nehmen.
Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich einen Lebenskrise habe oder unzufrieden bin. Mich hat der Artikel einfach nur nachdenklich gemacht. Ich habe festgestellt, dass ich mit meinem Leben zufrieden bin, denn sonst würde ich wohl am letzten Tag meines Lebens nicht das machen, was ich immer mache.
Heute Nachmittag werde ich auf jeden Fall noch eine MTB-Tour machen. Den schönen Herbsttag und das Leben genießen.

22 Oktober 2011

Der Albmarathon: Immer eine Reise wert

am Start
Oder einfach ein perfekter Tag. Wenn ich nicht so müde wäre, würde ich tanzen. Aber das ich glücklich bin habe ich beim zurückfahren gemerkt. Wenn ich Auto fahre, die Musik ganz laut habe und mitsinge, dann geht es mir gut. Und das habe ich 192 km lang gemacht.
Aber mal von vorne. Schon bei der Ankunft war Sonnenschein, keine Wolke am Himmel, aber eisig kalt. Echtes Kerstin-Laufwetter. Die Startnummern-ausgabe verlief reibungslos, nur die vielen Nachmelder mussten Schlange stehen. Kurz vor dem Start diskutierten ich noch mit zwei Bekannten darüber, wie "angezogen" man läuft. Ich ging kurz vor die Tür und entschied für mich, dass ich Jacke und Handschuhe erste gar nicht mitnehme. Nach ein paar Kilometer ist mir eh beides zu warm und ich muss es nur mitschleppen. Eine weise Entscheidung im Nachhinein.
Vorgenommen hatte ich mir für den Lauf überhaupt nichts. Durchkommen, Zeit egal, Bilder machen, Spaß und die Europacupwertung haben. denn deswegen liefich ja hier.
Letztes Jahr bin ich nach 6:11 h ins Ziel gekommen. Ein bisschen liebäugelte ich aber schon damit, ein bisschen näher an die 6h-Marke zu kommen. Wenn nicht, auch egal. Das Einzige, was ich dieses Jahr andersmachen wollte, war: Schneller anlaufen, die Berge länger hochlaufen, aber trotzdem nicht zu viele Körner schon am Anfang verpulvern. Und auch das war eine gute Entscheidung. 
Bis Km 10 ist es ziemlich wellig, es erinnert an meine Trainingsstrecken. Aber ich konnte alles gut laufen. Die eigentlichen Berge kommen zwischen Km 16 und 33. Dann aber geballt. Nicht umsonst sind in Schwäbisch Gmünd 1070 hhm zu bewältigen. Das hieß für mich, dass ich hier Zeit brauche. Die Berge ging ich hoch, konnte danach aber, im Gegensatz zu letztem Jahr, immer wieder in flottes Tempo fallen. Und dann erwachte auch der lange vermisste Ehrgeiz. Ab Km 37 geht es praktisch nur noch bergab. Ein Blick auf die Uhr: 90 Minuten für 13 Km um die 6:00 h zu erreichen. Das musste doch reichen?! Ich hatte noch immer gute Beine, was mich am meisten überraschte. Und so lief ich die letzte 10 Km mit einem Tempo zwischen 5:30 und 6:00 Minuten. Mit Bilderstopps. Soviel Zeit muss sein. 
Und es war viel mehr drin, als ein Zeit um die 6:00 h. Das stellte ich auf den letzten 10 Km schnell fest. Eine 5:55 h vielleicht? Weit gefehlt. Im Ziel war ich nach 5:50 h. Müde zwar, aber überglücklich. Wenn ich an alles geglaubt hatte, an das nicht. 
21 Minuten schneller als letztes Jahr. Da hat sich jeder gequälte Trainingskilometer gelohnt. Hatte ich letztes Jahr noch in der Überschrift: Ein Muss im Läuferleben, heute war er eine Reise wert.

19 Oktober 2011

Alb Marathon Schwäbisch Gmünd

Wegmarkierung
Wie letztes Jahr starte ich auch diese Jahr wieder in Schwäbisch Gmünd beim Alb Marathon. Eigentlich hatte ich diesen Lauf in meiner Jahresplanung nicht berücksichtigt. Aber wie sooft, kommt es anders als man denkt.
Warum? Ganz einfach: Auch der Alb Marathon zählt zum Europacup. So wie der Rennsteig und Biel. Und mit drei erfolgreich beendeten Rennen ist man in der Europacupwertung. Bringt mir zwar nichts. Klingt aber gut! So werde ich also am Samstag einmal mehr dem großen gelben A folgen. Hatte ich gestern noch das Gefühl, keinerlei Motivation für den Lauf zu haben, jetzt, da ich diese Blog schreibe, habe ich ein Kribbeln im Bauch. Mittlerweile freue ich mich drauf.

zweiter Anstieg, Km 25
Der Alb Marathon mit seinen drei Bergen und über 1000 hhm ist mit Sicherheit nicht einfach. Aber die wunderschöne Aussicht entschädigt für die Anstrengung. Das Wetter soll sonnig, wenn auch kalt werden. Die Versorgung unterwegs habe ich in guter Erinnerung. Wichtig ist zu finishen, die Zeit ist egal. Wie immer steht der Spaß im Vordergrund. Wenn ich auch oft gefragt werde, ob man bei "Sowas" Spaß haben kann. Ja klar! Gemütlich laufen, Landschaft und Leute genießen, Bilder machen und ab und an ein Pläuschchen halten, dass ist für mich Spaß. Und genauso werde ich laufen.
Es wird meine letzter Wettkampf dieses Jahr sein, wenn ich mal vom Silvesterlauf absehe. Aber der zählt nicht als Wettkampf, sondern als Jahresausklang.
Es scheint so, als hätte ich nach Biel doch noch mal ein Ziel und das ist am Marktplatz von Schwäbisch Gmünd.

17 Oktober 2011

Coast2CoastAndBack

Achim und ich mit seinem Kalender



Am Samstagabend war ich bei einem interessanten Vortrag von Achim Heukemes.





Achim hat von Juni bis September Nordamerika durchquert. Das ist wohl an sich nichts besonderes, aber es war eine Doppeldurchquerung.
Von New York nach San Diego 6000 Km auf dem Rad in 24 Tagen und zurück 5000 Km zu Fuß. 55 Tage. Nonstop!!
Zu den Feierlichkeiten zu 9/11 war er wieder in New York. Das hat bisher noch niemand geschafft, geschweige denn gewagt. Aber Achim!
Er hat tolle Bilder und Geschichten von diesem Projekt mitgebracht. Hier könnt ihr das Projekt nachlesen.So verging der Abend wie im Flug.
Sollte sich für euch einmal die Gelegenheit ergeben Achim live zu hören, solltet ihr das unbedingt tun. Aber Vorsicht!! Man kommt eventuell auf dumme Ideen.

Achim und ich beim 6h-Lauf 2009 in Nürnberg

Ich habe Achim Heukemes vor ein paar Jahren persönlich kennengelernt. Wann genau weiß ich nicht mehr. 2009 bei meinem persönlichen 6h- Rekordlauf war er auch dabei. Ein bisschen verändert haben wir uns wohl beide.

15 Oktober 2011

Trainingsfaul?? Wie weggeblasen

strahlend blauer Himmel
Ich glaube, ich hatte nur den Regenblues. Schon am Donnerstag war ich wieder laufen. Eigentlich hatte ich diese Woche nur drei Läufe geplant. Ich wollte mich ein bisschen ausruhen vor dem letzten, großen Lauf  in diesem Jahr: Albmarathon in Schwäbisch Gmünd. Letztes Jahr war ich auch schon dort. Ein wunderschöner, wenn auch anstrengender Landschaftslauf. Doch dazu nächste Woche noch mehr.
schön gepflügt
Wie gesagt, eigentlich hatte ich drei Läufe geplant: Montag, Mittwoch, verschoben wegen Starkregen, der auch mich zu Hause hält und Samstag. Gestern war ich nach der Arbeit sehr müde und da bewährt sich bei mir das Mittel "Laufen". Früher hätte ich mich aufs Sofa gelegt und hätte den ganzen Tag verschlafen. Mittlerweile ziehe ich mir die Laufschuhe an. Frische Luft macht auch wach. Auch wenn die erste halbe Stunde wirklich nicht leicht ist. Es fiel mir gestern also sehr schwer. Aber wenigstens ein kurzes Läufchen zum Wachmachen sollte es eben schon sein. Und wenn ich dann mal laufe, dann laufe ich halt. Es waren dann doch wieder 80 Minuten.
Heute habe ich dann noch einen langsamen Lauf gemacht. Ich hatte die Kamera dabei und keine Eile. Die Strecke sehr hügelig und in der Sonne, die noch gut wärmt. Strahlend blauer Himmel, nur ich und die Natur. Ein Traum. Die Bäume färben sich langsam, fast alle Felder sind abgeerntet , manche auch schon gepflügt. Und überall sind die Traktoren unterwegs.

Stoppelfeld
Das Einzige, was ich mir vorgenommen hatte, war alle Berge zu laufen. Und das waren einige. Aber ich habe mich tapfer hochgekämpft. Schließlich konnte ich mich ja bei den Fotopausen wieder erholen. Nach zwei wunderschönen Stunden war ich wieder zu Hause. Das ich mich hervorragend fühle muss ich wohl nicht erwähnen. Ich liebe diese Gefühl nach dem Laufen, diese müde, zufriedene, ich-habe was-gemacht- Gefühl-

12 Oktober 2011

Es regnet und ich bin trainingsfaul ...

... was bei mir ganz selten vorkommt. Noch dazu, da ich gestern bis 17 Uhr arbeiten musste und nach einem 10 1/2 h Tag fehlt mir die Bewegung. Deshalb hatte ich mich heute auf einen schönen Lauf gefreut. Normalerweise hält mich Wetter ja nicht ab, aber ich stelle schon länger fest, das ich mich nicht so richtig aufraffen kann, um zu laufen. Aber wer weiß, es wird schon einen Grund haben, warum der Kopf "Nein" sagt. So werde ich mich heute anderen Dingen hingeben. Im Haushalt habe ich auch noch genug zu tun.
Und ganz faul war ich diese Woche auch nicht. Am Montag war ich ja schließlich laufen. Und nach einer Woche nur Radfahren, war das wunderschön. Vor allem hat mir nichts wehgetan. Die letzten Wochen hatte ich doch beim Laufen schwere Beine. Gestern nicht, es lief sich locker und leicht. Es war meine Laufwetter und ich habe die Ruhe beim Laufen genossen. Und wenn ich in einer Woche mal keine 60 km laufe, auch mit nur dreimal laufen, schaffe ich wohl knapp an die 50 Km. Das langt auch. Hauptsache ich mache was.
Der Altweibersommer scheint vorbei zu sein, alles ist im Moment trist und grau. Aber zum Wochenende soll es ja wieder schön werden. Der goldene Oktober kommt zurück. Wenn wohl auch nicht so warm wie letzte Woche, aber egal, Hauptsache es regnet nicht. Da ist dann noch genug Zeit Kilometer zu machen.

03 Oktober 2011

Stadtlauf Nürnberg

Schon fast traditionell laufe ich seit Jahren am 3. Oktober den Stadtlauf in Nürnberg mit. Mal mehr mal weniger erfolgreich. Nachdem in diesem Jahr bei mir Wettkampftechnisch die Luft raus, ist habe ich beschlossen, diesmal die Sache ganz entspannt anzugehen. Anders als die Jahre vorher.
Da ich diese Woche eine Woche Urlaub habe und zum Radfahren fahre, wollte ich noch was für die Laufkilometer tun. So bin ich locker und entspannt erst die 10 Km gelaufen und danach noch beim Halbmarathon gestartet. Das geht in Nürnberg, denn die 10 Km werden um 11:30 Uhr gestartet, der Halbmarathon um 13:30 Uhr. Wie letztes Jahr, liefen auch meine Freunde vom Laufclub 21 mit. Da ich aber etwas langsamer unterwegs war als letztes Jahr, waren die Marathonis schon im Ziel. So konnten wir nicht gemeinsam einlaufen. Die Freude im Ziel, als ich sie alle wieder traf, war trotzdem groß.
Ich habe beide Läufe sehr genossen. Ich habe zwei Trainingseinheiten mit Wettkampfatmosphäre gehabt und bin jetzt rundum zufrieden mit mir und der Welt. Und jetzt freue ich mich drauf, eine Woche mal keine Laufschuhe zu sehen.